foodwatch zum Weltverbraucher*innentag: Irreführung von Konsument*innen im Lebensmittelbereich zu oft ohne Konsequenzen

Am 15. März ist Weltverbraucher*innentag. Zu diesem Anlass weist foodwatch Österreich besonders auf die Rechte der Konsument*innen im Lebensmittelbereich hin. Lisa Kernegger, Leiterin von foodwatch Österreich, klärt auf: „Konsument*innen haben ein Recht auf zutreffende, klare und leicht verständliche Informationen auf Lebensmitteln. Doch Konsument*innen wissen viel zu wenig über ihre Rechte Bescheid."

Im Lebensmittelbereich sind Missstände ganz besonders ärgerlich. Denn Lebensmittel sind Vertrauensgüter. Konsument*innen müssen sich auf die Angaben auf den Verpackungen verlassen können. Viel zu oft werden Konsument*innen durch bunte Verpackungen und markige Werbesprüche in die Irre geführt. Für foodwatch Österreich ist dies ein Kernthema: „Lebensmittelhersteller nutzen immer wieder rechtliche Graubereiche und agieren oft zum Nachteil der Konsument*innen. Unsere Aufgabe ist es, Missstände aufzuzeigen und mit unseren Kampagnen die Lebensmittelindustrie und die Politik in die Verantwortung zu nehmen“, sagt Heidi Porstner, ebenfalls Leiterin von foodwatch Österreich.

Lisa Kernegger und Heidi Porstner haben foodwatch im Jahr 2020 nach Österreich geholt und den Standort in Wien aufgebaut.

Eigentlich sind sowohl das EU-Lebensmittelrecht als auch das österreichische Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz (LMSVG) eindeutig. Das LMSVG formuliert es so: „Es ist verboten, Lebensmittel mit zur Irreführung geeigneten Informationen in Verkehr zu bringen oder zu bewerben (…).“

Doch die Einhaltung dieser Gesetze wird zu wenig geahndet. Auf www.dasregtmichauf.at hat foodwatch Österreich deshalb eine Plattform eingerichtet, auf der Konsument*innen Produkte hochladen können, die sie besonders verärgern. So können Missszände sichtbar gemacht werden.

Jeden Monat kürt foodwatch Österreich unter anderem aus den Einreichungen den Werbeschmäh des Monats.Im Dezember können Konsument*innen dann aus den Kandidat*innen den Werbeschmäh des Jahres wählen. 

Über foodwatch Österreich: Das Büro von foodwatch Österreich haben Mag.a Heidi Porstner und Mag.a Lisa Kernegger gemeinsam aufgebaut. foodwatch Österreich ist Teil von foodwatch e. V. mit Sitz in Deutschland. Die NGO setzt sich mit ihren Kampagnen für die Rechte der Konsument*innen im Lebensmittelbereich ein. foodwatch ist unabhängig von Regierungen und der Lebensmittelindustrie. Erst die Spender*innen machen die gezielte Kampagnenarbeit möglich. Als unabhängiger, spendenfinanzierter Player geht foodwatch keine Kooperationen mit Unternehmen oder politischen Institutionen ein. So kann die NGO eigenverantwortlich und glaubwürdig Missstände aufzeigen und frei agieren.

Mehr Informationen zur Arbeit von foodwatch Österreich: www.foodwatch.at

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