Pfurtscheller: Gleiche Möglichkeit und Chancen für Frauen im Bundesheer!

Eine weitere Öffnung des österreichischen Bundesheeres für Frauen – das ist das Ziel eines "freiwilligen Grundwehrdienstes" für Frauen. Am 1. April 1998 rückten die ersten elf Frauen beim Bundesheer ein. In den letzten Jahren hat sich der Frauenanteil beim österreichischen Bundesheer stetig erhöht, dennoch ist der Anteil an Frauen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nach wie vor relativ niedrig. "Jeder und jede soll das Recht haben, sein Land zu verteidigen und für jeden sollen die gleichen Zugangschancen zum Bundesheer bestehen, um den Beruf der Soldatin bzw. des Soldaten ausüben zu können", unterstreicht ÖVP-Frauensprecherin Liesi Pfurtscheller heute am Weltfrauentag. Das heißt für die Frauen: Auch der Zugang zu allen "Mannschafts- und Chargenfunktionen auf freiwilliger Basis" wird künftig ermöglicht.

Bisher konnte die Soldatin nach einer Kadereignungsprüfung nur unmittelbar Zugang zur Offiziers- und Unteroffizierslaufbahn erlangen. Jetzt wird eine Orientierungsphase inhaltlich dem Grundwehrdienst vorgelagert. Nach der sechsmonatigen Basisausbildung haben Frauen ebenso wie Männer die Möglichkeit, eine Milizlaufbahn zu wählen bzw. auch die Möglichkeit das 6+3 Modell zu nützen, wie den Assistenzeinsatz im Inland. Weiterhin möglich wird der Zugang zur Kadersoldatenausbildung, also der Zugang zu allen Unteroffiziers- und Offizierslaufbahnen unter gleichen Voraussetzungen wie für Männer. "Auch ungefähr 40 Prozent der Männer entscheiden sich erst im Grundwehrdienst für eine Kaderlaufbahn beim Heer", erläutert Pfurtscheller. Das Projekt soll mit 1. April 2023 starten, nicht nur anlässlich von "25 Jahre Frauen beim Bundesheer", sondern auch in Hinblick auf den Girl´s Day am 27. April.

"Damit ist es endlich gelungen, alle Funktionen, – auch die Mannschafts- und Chargenfunktionen – für Frauen gleichwertig zu öffnen", freut sich Pfurtscheller. Für junge Frauen wird eine Gleichstellung bei der Zugangsmöglichkeit zum Bundesheer geschaffen, hofft Pfurtscheller, dass viele interessierte Frauen beim Bundesheer "reinschnuppern" wollen.

"Der Rechtsrahmen des Ausbildungsdienstes wird genützt, es sind also keine Gesetzesänderungen notwendig; und es gibt weiterhin keine Wehrpflicht für Frauen und ist auch nicht angedacht", unterstreicht Pfurtscheller abschließend. (Schluss)

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