Götze/Grüne: Österreich muss bei der Frauenquote zum Vorreiter werden

Im Jahr 2022 wurden die zweithöchsten Neugründerzahlen seit 1993 verzeichnet,
der Einstieg in die Selbstständigkeit ist nach wie vor attraktiv. Vor allem der Anteil an Frauen bei Neugründungen hat zugenommen und liegt bei knapp unter 50 Prozent. "Das ist eine erfreuliche Entwicklung, insbesondere bei den weiblichen Gründungen. Keine positive Entwicklung sehe ich bei den großen Unternehmen, wo der Frauenanteil in Führungspositionen gering ist“, sagt Elisabeth Götze, Sprecherin der Grünen für Wirtschaft und Innovation, Gemeinden und Städte.

„Hier besteht dringender Nachholbedarf, wenn man bedenkt, dass aktuell nur rund 25 Prozent der Aufsichtsratsmandate und neun Prozent der Geschäftsführungen in den 200 umsatzstärksten Firmen von Frauen eingenommen werden“, sagt Götze. "Frauen wollen anpacken, stoßen aber früher oder später an die Gläserne Decke. Die Rahmenbedingungen müssen entsprechend geändert werden, wie das in Österreich 2018 durch Einführung einer Frauenquote in Aufsichtsräten börsennotierter und großer Unternehmen passiert ist. Ein Nachziehen durch Einführung einer entsprechenden Quote auch in den Vorstandsgremien ist unausweichlich, weshalb wir einen entsprechenden Vorschlag bereits im Herbst 2022 an den Koalitionspartner übermittelt haben“, so Götze weiter, die zudem Rückenwind durch die EU sieht, da dort vor Weihnachten die ‚Women on Board Directive‘ finalisiert wurde, die zukünftig ebenfalls vermehrt Quotenregelungen in den Mitgliedstaaten vorantreiben möchte.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Grüner Klub im Parlament

FernsehenFrauenquoteGötzeGrüneIM_ZENTRUMMedienORFUnternehmenWirtschaftskammer
Comments (0)
Add Comment