Raab dankt Kirchen und Religionen für Stärkung des Zusammenhalts

Wien (KAP) – Bundesministerin Susanne Raab hat den Vertretern und Vertreterinnen der Kirchen und Religionsgesellschaften für ihren Einsatz um die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie bei der konkreten Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine, aber auch bei der Vermittlung von Werten gedankt. Beim traditionellen Adventempfang im Bundeskanzleramt in Wien würdigte die für die Religionsgemeinschaften und Kirchen zuständige Ministerin verschiedene „Highlights“ des abgelaufenen Jahres.

Exemplarisch nannte sie die Lange Nacht der Kirchen, das Gebet von Spitzen der Bundesregierung und des Parlaments in der Griechisch-katholischen St. Barbara-Kirche sowie in der orthodoxen Kathedrale unmittelbar nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine, das Fastenbrechen der Islamischen Glaubensgemeinschaften und das Schoah-Gedenken bei der in Wien eröffneten Namensmauer für die Opfer des Holocausts.

Angesichts des Krieges in der Ukraine strich die Ministerin, die auch für Familie und Integration zuständig ist, das vielfältige Engagement bei der Aufnahme von geflüchteten Menschen aus der Ukraine hervor. „Ohne das Wirken von Ehrenamtlichen, Gläubigen, den Gemeinden und ihren Strukturen, wäre das nicht stemmbar.“ Raab betonte nicht nur den Einsatz der Kirchen und Religionen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern bezeichnete den Zusammenhalt und die Wertschätzung der Kirchen und Religionsgemeinschaften untereinander als außergewöhnlich. Dies alles sei Ausdruck des kooperativen Verhältnisses zwischen Staat, Kirchen und Religionsgesellschaften, das es zu leben und zu stärken gelte.

Als ein für sie große Anliegen bezeichnete die Ministerin den Einsatz für Religionsfreiheit und insbesondere für verfolgte Christen. Angesichts der großen finanziellen Belastungen, Stichwort Teuerungswelle, verwies die Ministerin auf die Maßnahmen der Bundesregierung. Ihr sei es ein Anliegen, dabei insbesondere die Familien zu stärken, gerade angesichts der hohen Inflation.

Unter den zahlreichen Gästen war vonseiten der katholischen Kirche der Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl, der den erkrankten Vorsitzenden der Österreichischen Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, vertrat. Krautwaschl unterstrich das gute Miteinander der Religionsgemeinschaften in Österreich. Die ganze Welt werde derzeit von verschiedenen Krisen gebeutelt: „Unsere Welt liegt vielfach in Trümmern. In echten, materiellen Trümmern dort, wo Krieg ist“, so Krautwaschl mit Verweis auf die Menschen in der Ukraine, die, „gleichsam einen Steinwurf entfernt“, in „bitterer Not eines ungerechten Krieges“ leben müssten.

Auch in Österreich gebe es Not, „wenn auch weniger manifester“, durch Inflation und hohe Lebenskosten. Krautwaschl zeigte sich aber überzeugt, „das Elend ist nicht von Dauer“. „Ich bin deshalb überzeugt, weil wir Weihnachten feiern. Als Christen sagen wir: Gott wurde einer von uns. Ein Mensch mit Haut und Haaren.“ Gott sei Mensch geworden, „um unsere Sorgen und Nöte zu erleben und uns zu erlösen“. Damit verbunden sei „Hoffnung und Zuversicht, dass nicht die Finsternis Bestand hat, sondern Licht, Freude und Liebe“, schloss Krautwaschl.

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