ÖGB-Schumann/Reischl: ArbeitnehmerInnen droht völlige Schutzlosigkeit – Risikogruppenregelung muss jetzt verlängert werden!

Die Triple-Welle (Corona, Influenza, RSV) hat Österreich voll im Griff und die Schutzmaßnahmen belaufen sich auf ein Minimum. Parallel dazu läuft die Risikogruppenregelung mit Ende des Jahres schon wieder aus. „Es ist wirklich beschämend, dass wir die Bundesregierung ein weiteres Mal auffordern müssen die Risikogruppenregelung zu verlängern”, fordert Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin des ÖGB, einmal mehr.  

Verlängerung in letzter Sekunde 

„Ohne die Risikogruppenregelung werden ArbeitnehmerInnen mit schweren Vorerkrankungen dem Virus schutzlos ausgeliefert. Sie immer erst wenige Tage vor Ablauf der Frist zu verlängern, ist ein wiederholt fahrlässiges Handeln”, kritisiert Reischl. Denn seit es sie gibt, wurde die Risikogruppenregelung von der Regierung stiefmütterlich behandelt und Monat für Monat immer erst in letzter Sekunde verlängert. Nun besteht neuerlich die Gefahr für betroffene ArbeitnehmerInnen, dass die Regelungen gar nicht verlängert werden.  

Wiedereinführung der Freistellung auch für Schwangere 

Schutz braucht es außerdem für schwangere Arbeitnehmerinnen: „Schwangere sind verunsichert und fühlen sich allein gelassen, da sie seit Juli 2022 ohne Schutz dastehen. Daher fordern wir weiterhin die sofortige Freistellung aller Schwangeren ab der 14. Schwangerschaftswoche, unabhängig von ihrem Impfstatus und der Branche, in der sie arbeiten“, so Korinna Schumann, Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende des ÖGB. 

Planungssicherheit statt Verunsicherung

Bis Juli waren nur Frauen in körpernahen Berufen durch eine Sonderregelung im Mutterschutzgesetz geschützt – diese Freistellungsregelung ist mit einer Übergangsregelung Ende Juni ausgelaufen. Seither gibt es so gut wie keine Informationen darüber, wie es weitergehen soll. „Alle Beteiligten und vor allem Schwangere brauchen dringend wieder Planungssicherheit statt andauernder Verunsicherung”, fordert Schumann abschließend.

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