„Aus den ‚16 Tagen gegen Gewalt an Frauen‘ müssen 365 Tage werden. Es braucht Tag für Tag unser volles Engagement gegen Männergewalt!“ Das bekräftigt Sozialminister Johannes Rauch zum Abschluss der Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“. Für das kommende Jahr erhöht das Sozialministerium sein Budget für Gewaltprävention von derzeit 4 auf 7 Millionen Euro deutlich. Die Mittel fließen in den Ausbau einfach zugänglicher Beratungsangebote und in die Bewusstseinsbildung. Der Schwerpunkt liegt auf Gewaltprävention bei Männern, von denen der größte Teil an Gewalttaten ausgeht. ***
Zum Abschluss der Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ betont Sozialminister Johannes Rauch die Bedeutung eines langfristigen Engagements gegen Männergewalt. „Wir müssen Gewalt gegen Frauen in allen Bereichen unserer Gesellschaft thematisieren. Nur dann kann sich die Situation in Österreich nachhaltig verbessern. Unser Einsatz gegen Gewalt an Frauen muss 365 Tage im Jahr dauern.“
Fokus auf Prävention und Beratung
Das Sozialministerium hat das Budget für Projekte gegen Gewalt an Frauen deshalb deutlich erhöht. Im Jahr 2023 werden die Mittel von 4 auf 7 Millionen Euro aufgestockt. Damit werden unter anderem 12.000 Beratungsstunden zusätzlich für Männer in Krisen in ganz Österreich ermöglicht. Österreichweit finden Workshops mit Buben zu deren Bildern von Männlichkeit statt.
Um eine Chatfunktion erweitert wird das Männerinfo-Telefon. Unter der Nummer 0800 400 777 und künftig auch per Chat können Männer, deren Angehörige und Freunde täglich rund um die Uhr professionelle, kostenlose und vertrauliche Erstberatung und Krisenberatung in Anspruch nehmen.
Auch das Projekt StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt wird deutlich ausgebaut. Die Zahl der Standorte wird fast verdoppelt. StoP setzt an, wo häusliche Gewalt passiert: am Wohnort, in der Nachbarschaft. Nachbar:innen werden dazu ermutigt, Zivilcourage zu zeigen und Gewalt nicht zu dulden. Die erfolgreiche Kampagne „Mann sprichts an“, die einer breiten Sensibilisierung für das Thema Männergewalt dient, wird ebenfalls weitergeführt.
Aktive Sozialpolitik wichtige Säule für Gewaltschutz
Die finanzielle Absicherung von Menschen mit geringem Einkommen sieht Sozialminister Rauch auch als Beitrag zur Gewaltprävention: „Gewalt steht indirekt oft in Zusammenhang mit ökonomischem Druck. Eine aktive Sozialpolitik ist daher in Zeiten der Teuerung, wie wir sie gerade erleben, besonders wichtig.“
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