SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch kritisiert den Angehörigenbonus der Regierung, der heute im Sozialausschuss auf der Tagesordnung steht. So wie dieser konzipiert ist, ergeht er lediglich an Angehörige, die eine Person zuhause pflegen, die zumindest in der ‚Pflegestufe 4‘ oder höher befindlich ist. Damit werden jedenfalls rund 75 Prozent der Angehörigen von diesem Angehörigenbonus ausgeschlossen. Weiters ist er mit rund 4 Euro am Tag so niedrig, dass sich die pflegenden Angehörigen damit nicht einmal eine zusätzliche Stunde mobile Pflege im Monat leisten können, was sie immerhin tatsächlich ein wenig entlasten würde. Muchitsch: „Statt einem untauglichen Angehörigenbonus braucht es eine echte Pflegereform, die nicht nach zwei Jahren beendet wird und darüber hinaus auch echte Anreize und Lösungen für pflegende Angehörige bringt.“ Bei dem gegenständlichen Regierungsvorschlag sei nicht einmal klar zu erkennen, was das Ziel ist: „Soll es ein Anreiz sein? Eine Abgeltung für die Pflegearbeit? Eine Anerkennung? Was auch immer die Idee ist, es ist jedenfalls kräftig schief gegangen“, so Muchitsch daher abschließend. (Schluss)lk/up
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. SPÖ-Parlamentsklub