Mandl: Paneuropäische Idee aus Europas Friedensweg nicht wegzudenken

"Paneuropa ist aus dem Einigungsprozess Europas für Frieden und Freiheit nicht wegzudenken. Hundert Jahre Paneuropa sind daher ein wahrer Grund zum Feiern aber auch zur Reflexion und dafür, den Blick in die Zukunft zu richten. Richard Coudenhove-Calergi war mit den paneuropäischen Ideen seiner Zeit voraus. Heute haben wir das vereinte Europa. Der langjährige Europaabgeordnete und Paneuropa-Präsident Otto Habsburg war den meisten seiner Politikergeneration weit voraus und hat gesehen, welche Gefahren von einem Russland ausgehen, das ein Putin und dessen Riege in den Würgegriff nehmen. Das berühmt gewordene paneuropäische Picknick ging dem Fall des Eisernen Vorhangs voraus", erinnert der österreichische Europaabgeordnete Lukas Mandl an Herausragendes in der Geschichte der Paneuropa-Bewegung.

Der Außenpolitik- und Sicherheitssprecher der ÖVP im Europaparlament spricht heute, Freitag, im Rahmen des Paneuropa-Jubiläumskongresses auf einem Panel zur Zukunft des Westbalkan. "Die EU hat es jahrelang verabsäumt, die Westbalkan-Staaten forciert zu integrieren. Jetzt muss es schnell gehen, da nun durch den Angriffskrieg Putin-Russlands endlich fast allen klargeworden ist, dass wir in einer Welt leben, in der maßgebliche Kräfte die Konfrontation suchen. Europa kann hier nur bestehen, wenn die EU sich um das gesamte europäische Territorium kümmert, Stärke nach außen entwickelt und die Freiheit stets verteidigt. Die Integration der Westbalkanstaaten ist nicht nur im Interesse Österreichs, sondern im vitalen sicherheits- und geopolitischen Interesse der gesamten Union", sagt Mandl, der betont: "Auch und gerade in einer Welt auf Konfrontationskurs muss der europäische Weg vielmehr jener der Kooperation sein, aber aus eigener Stärke und ohne Naivität!"

"Demokratische und rechtsstaatliche Strukturen sind Voraussetzungen für ein Leben in Würde. Diese Strukturen muss Europa stets nach innen stärken und nach außen hochhalten. Wir leben in Zeiten, in denen das wieder besonders wichtig ist", ergänzt der Europaabgeordnete.

Mandl leitet die paneuropäische Arbeitsgruppe im Europaparlament und wird dort im Rahmen der Straßburger Diskurstage kommende Woche mit Fabio Wolkenstein, COMECE-Generalsekretär Manuel Barrios und anderen Gästen über die Zukunft der Christdemokratie diskutieren. Mandl hatte Wolkensteins neues Buch namens "Die dunkle Seite der Christdemokratie" (C.H. Beck, München 2022) gelesen und den Autor zum Diskurs eingeladen. Mandls schriftliche Antwort auf Wolkenstein findet sich auf seiner Website. (Schluss)

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