FCG Zeisel zum Equal Pay Day: Was wäre wenn…

Wien (OTS/FCG) – Altersarmut ist eine gesellschaftliche Realität. Rund 15 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind betroffen -besonders Frauen. Sie müssen in der Pension mit durchschnittlich 1.200,- brutto monatlich auskommen. Das ist die erschreckende Langzeitfolge, da bereits die Einkommen von Frauen zumindest 17 Prozent hinter den Einkommen der Männer liegen. Frauen arbeiten ab dem 30. Oktober 2022 gratis. „Alle Jahre wieder dieselbe unfassbare Tatsache.“, so Karin Zeisel, Frauenvorsitzende der Fraktion Christlicher Gewerkschafter*innen in der Gewerkschaft GPA.

Einflussfaktoren dafür sind strukturelle Ungleichheiten wie unfaire Bezahlung und immer noch stereotype Frauenerwerbsleben. Kinderbetreuung ist immer noch weiblich. Care-Arbeit in der Familie wird überwiegend von Frauen geleistet. Frauen sind nach wie vor oft nur „Dazu-Verdienerinnen“ in Teilzeit. Daraus resultierende Karenzzeiten und langjährige Teilzeitarbeit ergeben geringe Pensionen und es kommt zum Pension Pay Gap und zu Altersarmut.

Lebensmodell frei wählen, mit umfassender Entscheidungsgrundlage

Für die FCG/GPA Frauen ist die Wahlfreiheit ein großes Anliegen. Frauen sollen sich frei entscheiden können, ob sie Voll- oder Teilzeit arbeiten wollen oder sie die Arbeitszeit in bestimmten Lebensphasen eben verkürzen müssen. Ebenso soll sich jede Frau für den Job entscheiden, der sie interessiert und der ihnen Freude bereitet. Wesentlich dabei sei jedoch das Bewusstsein, was diese Entscheidungen finanziell für die Frau bedeutet. Hier ist Wissen und Bewusstseinsbildung gefragt.

Die Forderung einer verpflichtenden Wirtschafts- und Finanzbildung fächerübergreifend im schulischen Bereich ist bis jetzt nicht umgesetzt.

Doch gerade umfassende, einfach zugängige und klar verständliche Grundlagen-Informationen zu Einkommen, Pensionen, Finanzleben etc. für Mädchen und Frauen sind essenziell. Sie müssen selbstbestimmt und frei ihre Lebensmodelle wählen können. Basis dafür ist das Wissen, was berufliche oder/und private Entscheidungen bedeuten und welche Auswirkungen sie in der Zukunft haben können.

„Übrigens, was würde passieren, wenn alle Frauen ab 31. Oktober nicht mehr arbeiten?“

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