Oö. Volksblatt: „Nicht jammer, …“ (von Herbert SCHICHO)

Das Jammern gehört offensichtlich zu Österreich wie die Donau und der Großglockner. Und natürlich könnte es immer ein bisschen schneller gehen, ein bisschen mehr und ein bisschen besser sein. Aber seien wir ehrlich: Die Steigerungen für das Bundesheer können sich sehen lassen. Im kommenden Jahr gibt es um ein Viertel mehr Geld und auch für die nähere Zukunft sind zweistellige Steigerungen fixiert. Dass nun ausgerechnet jene Parteien aufschreien und noch mehr fordern, deren Verteidigungsminister in der Vergangenheit das Aushungern der Truppe zu verantworten haben, ist ein Treppenwitz. Daher zur Erinnerung: Zivildiener Darabos hat als SPÖ-Minister (2007 bis 2013) für jahrelangen Stillstand gesorgt, in dem er auf Zuruf seiner Wiener Parteifreunde eine Volksabstimmung zur Wehrpflicht abhalten ließ. Die Wehrpflicht wurde eindeutig bestätigt und Darabos von Doskozil ersetzt. Mittlerweile haben seine Genossen Darabos zum Koordinator der Friedensburg Schlaining degradiert. 2017 versuchte dann Mario Kunasek von der FPÖ die Truppe flott zu bekommen, der Erfolg war mäßig. Jetzt hingegen gibt es eine Perspektive für unser Heer und deswegen wäre es Zeit anzupacken, statt zu jammern. Aber manche wollen halt lieber im Jammertal bleiben.

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