Kostelka: „Es gibt keinen Generationenkonflikt, es gibt einen Verteilungskonflikt“

Wien (OTS) – Zur heute von ÖVP-Jugend-Staatssekretärin Claudia Plakolm bewusst geschürten Angst eines drohenden Generationenkonflikts sagt Dr. Peter Kostelka, der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs: „Wenn die ÖVP zur Bewertung der Pensionsanpassung ihre Jugendstaatssekretärin vorschickt und Stunden später deren Angstmache durch ÖVP-Senioren noch verstärkt wird, dann wird deutlich, worum es wirklich geht: um ein Ablenkungsmanöver.

Denn statt eines herbeigeredeten Generationenkonflikts ist das wahre Problem ein bestehender Verteilungskonflikt! Und der betrifft alle Generationen.“

„Es war Sozialminister Rauch“, erklärt Kostelka abschließend, „der schon vor mehr als einem Monat die Notwendigkeit einer Pensionsanpassung um 10 Prozent in einem Medientermin angesprochen hat. Er hat offenbar die Zeichen der Zeit nicht nur erkannt, sondern auch richtig gedeutet. Aber das passt nicht mit den Wünschen der ÖVP – egal ob jung oder alt – zusammen und es droht ein koalitionsinterner Konflikt um dieses Thema. Es kann doch nicht sein, dass ein regierungsinterner Streit auf dem Rücken der Pensionist*innen ausgetragen wird. Es muss endlich Verteilungsgerechtigkeit hergestellt werden! Das ist das Problem, und nicht ein konstruierter Generationenkonflikt.

Kostelka macht klar: „Die Millionen, die an Berater, Anwälte und Geschäftsführer für Projekte, die wir gar nicht gebraucht hätten, geflossen sind – Stichwort Cofag – und die Milliarden, die ohne viel nachzuprüfen als Corona-Hilfe an Riesen-Unternehmen unter dem Titel Wirtschaftshilfe geflossen sind und dann noch das Millionengrab der Zerschlagung der Gebietskrankenkassen, um eine wirtschaftsfreundliche Gesundheitskasse zu installieren, die aber jetzt vorne und hinten krank ist – all dieses Geld hätte man auch dafür aufwenden können, um allen Österreicherinnen und Österreichern das Leben in einer sehr schweren Zeit etwas einfacher zu machen: durch sinnvolle und nachhaltige Unterstützungen, durch effektive Maßnahmen zur Eindämmung der Teuerung, durch faire Lohnerhöhungen und durch gerechte Pensionsanpassungen für Menschen, die 40 Jahre in das System eingezahlt haben.

Wir wollen nichts Anmaßendes, wir wollen nur, was uns als Pensionist*innen zusteht: Wir wollen keine Millionen, wir wollen essen, heizen, wohnen!

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