Wien (OTS) – Von 16.–25. September 2022 findet die bereits elfte Ausgabe des Kunst- und Kulturfestivals WIENWOCHE – Festival for Art & Activism statt.
Unter dem Motto „Working Class Ecologies – Ökologien der Arbeiter:innenklasse“ laden die Kuratorinnen der WIENWOCHE 2022 ein, sich mit dem Topos der Entfremdung sowie mit der Umwelt- und Wirtschaftskrise zu beschäftigen, mit der wir in der (post-) pandemischen Welt konfrontiert werden. Von 16. bis 25. September 2022 setzt sich WIENWOCHE mit Fragen sozialer Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten vor dem Hintergrund von Klimakrise, Pandemie und erodierender Solidarität auseinander. Themen wie Reproduktionsarbeit, die Beziehung zwischen Natur und Gesellschaft sowie ein sensibles Bewusstsein in ökologischen Strategien sollen sichtbar werden.
Aus über 120 Projekteinreichungen wurden 8 Projekte ausgewählt
Sie beschäftigen sich mit Ökologien, Emanzipation, Antirassismus, Ausbeutung, dem Recht auf Wohnen, kollektiver Fürsorge und wer diese leistet, den Auswirkungen von Massenproduktion, Vertreibung und Isolation, Natur, Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Politik.
Die WIENWOCHE findet wieder an unterschiedlichsten Orten der Stadt statt. Neben dem Zukunftshof im 10. Wiener Gemeindebezirk werden unter anderem das Kulturzentrum 4lthangrund / Alte Mensa, die Semmelweis Klinik, der Stand 129 (Viktor-Adler-Markt 12, 10. Bezirk) und das Depot im 7. Bezirk, die Mariahilfer Straße, ein chinesisches Restaurant, eine Buchhandlung und die Brunnenpassage bespielt: mit Performances, Ausstellungen, Workshops, Straßeninterventionen, Lesungen und Fanzines.
Diskussionsveranstaltungen im Depot zu u.a.
Unsichtbare, reproduktive Arbeit – Vom Haushalt zur Gewerkschaft:
Frauen in der Organisierung – Künstler:innenvisum: Eine neue Sichtweise – Migrantenökologien – Über Wohnen und Mobilität
Um Überschneidungsbereiche von Kunst, Aktivismus und Design abzustecken, findet heuer erstmals ein Programmaustausch zwischen der WIENWOCHE und der VIENNA DESIGN WEEK statt. Weiters sind das DEPOT, Basis Wien, IG bildende Kunst, Austria for Beginners und die Österreichische UNESCO-Kommission Projektpartner:innen der diesjährigen WIENWOCHE.
Kurzdetails zu allen Projekten der WIENWOCHE finden sich in 5 Sprachen unter [www.wienwoche.org] (http://www.wienwoche.org/) sowie auf deutsch im Anhang.
Das heurige Festivalplakat wurde von Swaantje Güntzel gestaltet. Güntzels Arbeit konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. In ihren fotografischen Arbeiten verarbeitet sie, inspiriert von wissenschaftlicher Recherche, ihre Kritik am modernen Leben im 21. Jahrhundert.
Leitungsteam – Foto im Anhang © WIENWOCHE / Mani Froh
Mag. Jelena Micić MA – künstlerische Leitung (*1986, Knjaževac, Serbien) ist Künstlerin und Kuratorin. Sie absolvierte die Akademie der bildenden Künste Wien, wo sie auch als Studienassistentin in der Abteilung Malerei und Ausstellungsmanagement tätig war. Während ihres Studiums engagierte sie sich im Sozialreferat und im Referat für Wirtschaftliche Angelegenheiten der Österreichischen Hochschülerinnenschaft. Sie hat einen Masterabschluss in Philosophie und einen Diplomabschluss in Philologie an der Universität Belgrad. 2019 leitete sie im Rahmen der WIENWOCHE die offene Arbeitsgruppe I KNOW I CARE. Ausgezeichnet mit dem Dimitrije Bašičević Mangelos Award (2021) und dem Ö1 Talentestipendium Bildende Kunst (2018). Als Teil ihres kültür gemma! Fellowship (2018) in der IG Bildende Kunst, arbeitete sie an der PAY THE ARTIST NOW! Kampagne. Ihr Interesse gilt gesellschaftspolitischen Aspekten von Farb(systemen) sowie ökonomischen Arbeits- und Materialbedingungen. Sie ist Gründerin der informellen Gruppe UMETNIK*.
Deniz Güvensoy – Kuratorin (geb. 1981, Ankara, Türkei) ist Künstlerin, Kuratorin und Kulturforscherin. Sie promovierte an der Mimar Sinan Fine Arts University in Istanbul zum Doktor der bildenden Künste. Nachdem sie als Redakteurin, Kunstkritikerin und Assistenzprofessorin in Istanbul gearbeitet hatte, zog sie 2016 nach Wien. Seit 2017 arbeitet sie an ihrem Forschungsprojekt, einer philosophischen Dissertation über die Grenzperformativität in der visuellen Kultur an der Universität für angewandte Kunst Wien. Sie ist außerdem Obfrau und Programmdirektorin des in Wien gegründeten Kunstvereins und Off-Space „Fabrikraum“. In ihrer Forschung und künstlerischen Praxis konzentriert sie sich auf die Themen Mobilität von sozial ausgegrenzten Körpern, b/ ordering, Visual politics und politische Performativität.
Nataša Mackuljak – Geschäftsleitung (geb. 1977, Brčko, Bosnien und Herzegowina) ist Performerin, Multimedia-Künstlerin, Sozialarbeiterin, Kuratorin und Kulturproduzentin. Sie ist derzeit Doktorandin an der Akademie der bildenden Künste, Wien. Drei Jahre lang (2016/17/18) arbeitete sie als künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin von WIENWOCHE. Ihre Kunstprojekte beschäftigen sich mit Fragen der Migration, Prekarität und Gender. Sie studierte Naturwissenschaften und Multimediatechnik an der Universität für Sozialwissenschaften in Udine und arbeitete in Italien an Medienprojekten als Radio- und Fernsehredakteurin wöchentlicher Sendungen. Als Kriegsflüchtling in den 1990er Jahren engagierte sie sich in feministischen Antikriegsbewegungen im ehemaligen Jugoslawien. Seit 1994 ist sie Teil der Women in Black Belgrad; sie war Mitbegründerin und stellvertretende Leiterin der Youth Peace Group Danube, Vukovar, Kroatien (1997–2002); und sie war internationale Projektkoordinatorin für Jugendfragen in Bosnien und Herzegowina im Rahmen eines Programms der schwedischen Botschaft in Sarajevo (1999–2002).
Sämtliche Veranstaltungen im Rahmen der WIENWOCHE 2022 finden bei freiem Eintritt statt und sind mehrheitlich barrierefrei zugänglich.
Selbstverständlich achten wir während des gesamten Festivals auf die im September geltenden Hygiene- und Abstandsvorschriften betreffend Covid-19.
Bilder und Key Visuals aller Projekte im Rahmen von WIENWOCHE 2022 können gerne unter [presse@wienwoche.org] (mailto:presse@wienwoche.org) angefordert werden bzw. stehen unter [www.wienwoche.org] (http://www.wienwoche.org/) zum Download bereit.
Über WIENWOCHE
WIENWOCHE ist ein Wiener Festival, das mit der Verschmelzung von kreativen Praktiken und Aktivismus experimentiert: in unterschiedlichen Größen und Formaten und von verschiedenen Seiten der Kunst und sozialer Bewegungen. WIENWOCHE findet seit 2012 jedes Jahr im September statt. WIENWOCHE versteht Kulturarbeit als ein Einmischen in gesellschaftliche, politische und kulturelle Debatten – mit dem Ziel, diese sichtbar zu machen und voranzutreiben. WIENWOCHE möchte die Grenzen künstlerischer und kultureller Praxen erweitern und diese für alle in der Stadt lebenden sozialen Gruppen zugänglich machen. Träger des Festivals WIENWOCHE ist der unabhängige Verein zur Förderung der Stadtbenutzung. WIENWOCHE wurde 2021 von der Kulturabteilung der Stadt Wien mit einer Jahresförderung in der Höhe von 453.000 Euro unterstützt.
[www.wienwoche.org] (http://)
WIENWOCHE 2022 – „WORKING CLASS ECOLOGIES – Ökologien der
Arbeiter:innenklasse“
Unter dem Motto „Working Class Ecologies – Ökologien der
Arbeiter:innenklasse“ laden die Kuratorinnen der WIENWOCHE 2022 ein,
sich mit dem Topos der Entfremdung sowie mit der Umwelt- und
Wirtschaftskrise zu beschäftigen, mit der wir in der (post-)
pandemischen Welt konfrontiert werden.
Datum: 16.9.2022
Ort: Wien
Url: http://www.wienwoche.org
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