Greenpeace fordert Kennzeichnung der Tierhaltungsform auf Fleisch

Wien (OTS) – Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert von Tierschutzminister Rauch und den größten österreichischen Supermarkt-Ketten eine Kennzeichnung der Tierhaltungsform auf Fleischprodukten. Minister Rauch lädt am Freitag die Geschäftsführer der vier größten Supermarktketten Österreichs (Billa, Hofer, Lidl, SPAR) zu sich ins Ministerium, um über eine transparente Kennzeichnung zu sprechen. In deutschen Supermärkten können KundInnen dank transparenter Kennzeichnung bereits seit Jahren ganz einfach erkennen, ob sie Fleisch aus Tierleid kaufen oder nicht. Jetzt muss diese Transparenz endlich auch in Österreich umgesetzt werden.

“Während Kundinnen und Kunden in deutschen Supermärkten bereits transparent erfahren, wie Tiere gelebt haben, tappen wir in Österreich noch immer im Dunkeln. Meist ist nicht erkennbar, welche Schweine etwa auf Vollspaltenböden leiden mussten oder nie die Sonne gesehen haben”, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich. In deutschen Supermärkten wird bereits seit 2019 die Tierhaltung auf Fleisch klar gekennzeichnet. Mit Zahlen und Farben wird jedes Fleischprodukt eindeutig kategorisiert: von der schlechtesten Stufe eins in rot bis zur besten Stufe vier in grün. Dadurch können KonsumentInnen in Deutschland auf einen Blick erkennen, für welches Fleisch Tiere besonders leiden mussten und eine bewusste Kaufentscheidung treffen. “Für Österreich muss diese Transparenz im Fleisch-Regal jetzt ebenfalls rasch auf den Weg gebracht werden. Bei dem Gipfeltreffen von Tierschutzminister Rauch und den österreichischen Supermärkten am Freitag, müssen dafür die Weichen gestellt werden”, fordert Theissing-Matei: “Niemand möchte Fleisch aus Tierleid auf dem eigenen Teller. Aber derzeit ist für KonsumentInnen in Österreich meist schlicht nicht erkennbar, ob etwa ein Schwein auf Vollspaltenboden leiden musste. Das muss sich rasch ändern!”

Neben mehr Transparenz im Fleisch-Regal müssen auch die gesetzlichen Standards weiter verbessert werden – gerade in der Schweinehaltung. Derzeit verhandeln Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und Gesundheitsminister Johannes Rauch noch immer über eine Novelle des österreichischen Tierschutzes. Greenpeace fordert auch hier rasche Nachbesserungen, etwa ein Ende des tierquälerischen Vollspaltenbodens.

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