SPÖ Wien-Vorsitzender, Bürgermeister Dr. Michael Ludwig am 1. Mai: Entschlossen den Wiener Weg gehen!

Wien (OTS/SPW) – Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause fand der Erste Mai wieder in voller Stärke am Wiener Rathausplatz statt. Der Wiener Bürgermeister Dr. Michael Ludwig bedankte sich besonders bei den Beschäftigen im Gesundheits- und Pflegebereich: „Ich möchte mich bei euch von ganzem Herzen bedanken. Die Gesundheit der Wiener Bevölkerung ist das höchste Gut. Ihr habt in mehr als zwei Jahren alles dafür gegeben! Das kann man nicht hoch genug wertschätzen!“

Wien steht für ein wissenschaftsbasiertes Pandemie-Management

„In der Corona-Krise haben wir mit den Expert*innen der Wissenschaft und Expert*innen der Praxis alle unsere Maßnahmen abgestimmt. Diesen Wiener Weg werden wir entschlossen weitergehen“, erklärt Ludwig. Es gibt aber weiterhin große Herausforderungen im Gesundheitsbereich. „Deshalb werden wir in den nächsten Tagen ein Milliardenpaket präsentieren, um unsere Spitäler zu modernisieren, die Arbeitsbedingungen im Gesundheitsbereich verbessern und finanzielle Unterstützungen für die Ausbildung in diesem Bereich auszubauen“, kündigt der Wiener Bürgermeister an.

Auch die Wirtschaftshilfen der Stadt Wien waren von Umsicht geprägt. Die Gelder kamen schnell und treffsicher bei den Betroffenen an und versickerten nicht in Verwaltung und Verwirrung. Mit 600 Millionen Euro und mehr als 50 Einzelmaßnahmen wurde um jeden Arbeitsplatz und jeden Wiener Betrieb gekämpft.

Kampf für ein leistbares Leben

Dieser Wiener Weg wird entschlossen weitergeführt, um allen Menschen der Stadt ein gutes und erfülltes Leben zu ermöglichen. Zentral ist aktuell besonders der Kampf gegen die Teuerung. Die Stadt Wien hat mit dem Programm Wiener Energieunterstützung Plus mit 124,3 Millionen Euro all jene unterstützt, die besonders von den steigenden Energiepreisen betroffen sind. Ludwig fordert aber auch die Bundesregierung auf, die Mehrwertsteuer auf Gas, Strom und Treibstoff befristet auszusetzen und die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel auf null zu setzen.

Zentral für ein leistbares Leben, ist der soziale Wohnbau. „Aus der ganzen Welt kommen Delegationen nach Wien um von unserem sozialen Wohnbau zu lernen. Und wir bleiben dabei: Wir privatisieren keine Gemeindebauten, wir bauen neue Bauten“, versichert Ludwig.

Dass der öffentliche Verkehrs in Wien teurer wird, schließt der Bürgermeister aus: „Das 365 Euro Jahresticket deckt einen immer geringeren Teil der anfallenden Kosten im öffentlichen Verkehr. Viele meinen jetzt, dass wir deshalb den Preis des Tickets erhöhen sollen. Das werden wir nicht tun, weil das wäre sozial und klimapolitisch falsch. Wir bleiben bei einem Euro pro Tag für alle Öffis in Wien.“

Höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten

Langfristig muss sichergestellt werden, dass alle Menschen von ihrer Arbeit leben können. Gemeinsam mit der Gewerkschaft fordert der Wiener Bürgermeister deshalb in seiner Rede zum 1. Mai höhere Löhne, die 35-Stunden-Woche, eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf mindestens 70 Prozent der Nettoersatzrate sowie eine Vermögenssteuer, um längst überfällige Investitionen in den Sozialstaat zu tätigen.

Auch für die Behebung des Fachkräftemangels hat der Wiener Bürgermeister eine Empfehlung: „Der Fachkräftemangel lässt sich durch bessere Arbeitsbedingungen lösen. Wir haben hier einige Vorschläge dafür, etwa die 35-Stunden-Woche und 4 Tage Woche.“

Außerdem kündigt er Unterstützung für über 50-Jährige an: „Jeder der arbeiten will soll die Möglichkeit dazu haben. Deshalb werden wir Unternehmen unterstützen, die Menschen über 50 Jahre einstellen. Denn gerade diese Menschen sind besonders wertvolle Mitarbeiter*innen, dass sie am Arbeitsmarkt diskriminiert werden, ist unfair.“

Wien als Stadt des Friedens

Auch auf den Ukraine-Krieg kam der Vorsitzende der SPÖ Wien zu sprechen. Wien halt eine lange Tradition als Stadt der internationalen Zusammenarbeit und der humanitären Hilfe. Diesen Weg werde Wien im Geiste der Neutralität weitergehen: „Die Neutralität spielt heute eine andere Rolle als 1955. Aber ihre Bedeutung bleibt, wenn es darum geht Frieden zu schaffen und zu bewahren. Und deshalb bin ich für die Neutralität.“

Sozialdemokratie heißt Gleichberechtigung und Gerechtigkeit

Ludwig strich auch heraus, dass er diesen ersten Mai der einzige männliche Redner ist. Neben dem Wiener Bürgermeister hielten auch die SPÖ-Bundesparteivorsitzende Dr.in Pamela Rendi-Wagner, Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl und die Vorsitzende der Wiener SPÖ Frauen Marina Hanke eine Rede. „Die Sozialdemokratie steht für eine engagierte, starke Frauenpolitik. Das ist gerade in der Krise wichtiger denn je. Wir werden das Zurückdrängen der Gleichberechtigung verhindern.“

Abschließenden erklärte Bürgermeister Michael Ludwig: „Es gibt eine starke Unterstützung in unserem Europa für die Sozialdemokratie, in Skandinavien, in Portugal, in Deutschland. Und ich bin mir sicher, dass wir hier nachziehen. Ich bin sicher, dass in unserem Land vieles besser wird, wenn unsere Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner nicht nur an der Spitze unserer Partei sondern an der Spitze unserer Republik steht.“ (Schluss) th

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