Wien/Vösendorf (OTS) – In vielen Orten werden zu Ostern Feuer als Teil des Brauchtums und jährlicher traditioneller Treffpunkt der Gemeinschaft ausgerichtet. „Brauchtum und Rituale sind wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Sie können gerade in Zeiten wie diesen für Zusammenhalt sorgen“, äußert sich MMag. Dr. Madeleine Petrovic anlässlich der kommenden Ostertage.
Kleintiere, die das aufgeschichtete Reisig als Brutplatz oder Unterschlupf nutzen, können aber schnell den Flammen zum Opfer fallen, wenn die Feuer entzündet werden. „Liegen die Brennguthaufen bereits mehrere Wochen auf derselben Stelle, ist die Gefahr groß, dass sich bereits Tiere darin verkrochen haben“, informiert die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins (Tierschutz Austria). Damit die Ostertradition nicht zur tödlichen Falle werde, solle man das Brennmaterial erst kurz vorher auf- und unbedingt kurz vor dem Abbrennen noch einmal umschichten. „Es reicht keinesfalls aus, nur am Brennmaterial zu rütteln, um die Tiere zu vertreiben, da viele aus Angst reglos verharren, anstatt aus ihrem vermeintlich sicheren Versteck zu fliehen. Wer beim Umschichten gar auf brütende Vögel oder seltene Tierarten stößt, sollte von der Verbrennung tunlichst gänzlich absehen!“, drängt Petrovic.
Dabei nimmt die Tierschützerin auch die Feuerwehrdirektionen in die Pflicht: „Bitte weisen Sie nachdrücklich darauf hin, dass Brennmaterial vor dem Anzünden unbedingt noch einmal komplett umgeschichtet werden muss, um die Tiere darunter zu vertreiben. Nur so kann verhindert werden, dass die Tiere bei lebendigem Leib verbrennen“, fordert Petrovic.
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