Berger-Grabner: Traditionelle Rollenbilder aufbrechen und verändern

Wien (OTS/ÖVP-PK) – Das Thema der heutigen Aktuellen Stunde lautet „Empowerment – Stärkung von Mädchen und Frauen in Österreich““, sagte die niederösterreichische ÖVP-Bundesrätin Doris Berger-Grabner heute, Mittwoch, zu Beginn der Plenarsitzung des Bundesrates. Sie bezog sich dabei auch auf den gestrigen internationalen Weltfrauentag am 8. März. „Wieso braucht es überhaupt einen Weltfrauentag? Weil wir im 21. Jahrhundert noch immer nicht dort sind, wo wir sein sollten. Und wir werden diesen Tag tatsächlich so lange brauchen, bis wir nicht mehr von Gleichberechtigung sprechen müssen, sondern diese eine Selbstverständlichkeit darstellt. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns.“

Berger-Grabner: „Hier fängt für mich schon Empowerment an. Traditionelle Rollenbilder, die für viele von uns schon zur Selbstverständlichkeit geworden sind, müssen aufgebrochen und verändert werden. Dazu braucht es Vorbilder, die Frauen und Mädchen Mut machen. Deshalb wurde von unserer Bundesministerin ein Fonds ins Leben gerufen, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Österreich zu verbessern und aktuellen Herausforderungen in der Frauenpolitik, wie dem Gender Pay Gap, Gender Pension Gap oder dem niedrigen Frauenanteil in MINT Berufen begegnen zu können.“

Sechs von zehn Österreicher/innen seien der Auffassung, dass Frauen hierzulande nicht gleichberechtigt sind. Die fünf wichtigsten Anliegen für Gleichberechtigung: Bessere finanzielle Absicherung in der Pension, Ausbau von Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen, Ausbau der Kinderbetreuung, flexiblere Arbeitszeiten für die Vereinbarkeit von Kind und Beruf, und Gehaltstransparenz als Mittel gegen Einkommensunterschiede. „Bei diesen Punkten müssen wir ansetzen“, so Berger-Grabner. „Damit jede Frau die gleichen Chancen vorfindet, wie sie auch Männer haben, um das Lebensmodell zu wählen, das ihr wichtig ist.“ Im Hinblick auf die Gleichstellung von Frauen und Männern sei es wichtig, dass Frauen in entscheidenden Positionen und Gremien genauso vertreten sind wie Männer, und gleichberechtigt mitgestalten. „Vor allem in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen, wo noch viel ungenutztes Potential da ist“, sagte Berger-Grabner und verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Bedeutung von Bildung.

„Wir haben also noch viel zu tun, damit es diesen Weltfrauentag irgendwann einmal vielleicht gar nicht mehr braucht. Wenn wir sagen können, wir haben unsere Ziele erreicht: gleiche Chancen, gleiche Löhne, gewaltfreie Beziehungen, faire Strafen für Täter, faire Arbeitsbedingungen und ein selbstbestimmtes Leben. Unser Tun macht einen Unterschied und wir müssen entscheiden, welche Art von Unterschied wir machen wollen. Also gehen wir mit gutem Beispiel voran“, schloss die ÖVP-Bundesrätin.

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