FPÖ – Belakowitsch zu IHS: Soll Chefsessel für ÖVP-Arbeitsminister Kocher freigehalten werden?

Wien (OTS) – „Dass man mit dem bisherigen Kandidaten für die Nachfolge in der Chefposition im Institut für Höhere Studien Prof. Lars Feld nicht handelseins wurde, hat offensichtlich auch handfeste koalitionspolitische Gründe. Es verdichten sich die Indizien, dass dieser IHS-Chefsessel für den Vorgänger von Prof. Feld, Arbeitsminister Dr. Martin Kocher, vonseiten der türkisen ÖVP-Netzwerker freizuhalten versucht wird. Wie aus dem Umfeld des Arbeitsministeriums zu hören ist, bereitet dort Kocher bereits seinen Absprung in die Wissenschaft vor. Er soll an eine längere Zukunft und Dauer der derzeitigen Regierungskonstellation in Türkis-Grün und unter Bundeskanzler Nehammer nicht mehr tatsächlich glauben. Und auch der noch vor Monaten hinter den türkisen Kulissen gegenüber Kocher in Aussicht gestellte Karrieresprung in Richtung Finanzministerium oder eines neu konstituierten Arbeits- und Wirtschaftsministeriums scheint in der aktuellen Konstellation koalitionär nicht mehr durchzusetzen sein“, sagte heute FPÖ-Klubobmannstellvertreterin NAbg. Dagmar Belakowitsch.

„Gleichzeitig soll der Arbeitsminister auch unter den Ränkespielen seines Kabinetts im Ressort in fortgesetzter Art und Weise zu leiden haben. Die ehemaligen Mitarbeiter von Kochers Vorgängerin Christine Aschbacher kommen alle aus der lupenreinen türkisen Kaderschmiede von Kurz und Co. und haben dorthin immer noch ein hohes Loyalitätspotential. Deshalb soll man im Arbeitsministerium und im Umfeld von Minister Kocher vor allem mit dem Verwischen von Spuren in der sich immer dubioser entwickelnden Causa ‚Hygiene Austria‘ und den dort herrschenden arbeitsrechtlichen Bedingungen bei der FFP2-Maskenproduktion beschäftigt sein. Die unter den Augen des ressorteigenen Arbeitsinspektorats durch die Stammfirma mit Arbeitsleihscheinfirmen organisierten Abläufe sind nach entsprechenden parlamentarischen Anfragebeantwortungen mittlerweile bereit für einen eigenen Untersuchungsausschuss. Dass hier Arbeitsminister Kocher Fersengeld zu geben scheint und sich über den ÖVP-Altkameraden und Kuratoriumsvorsitzenden EU-Kommissar a.D. Franz Fischler seine Rückkehr auf den IHS-Chefposten erhofft, scheint daher mehr als plausibel und passt einmal mehr in die Personalpolitik der türkisen Netzwerker“, betonte Belakowitsch.

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