ÖJC protestiert wegen Erdoğan-Rundumschlag gegen Journalisten

Wien (OTS) – Nach Angaben der türkischen Journalistengewerkschaft TGS sitzen derzeit 34 Journalisten in der Türkei hinter Gittern. Sie werden beschuldigt, einer Terrororganisation anzugehören, Terrorpropaganda betrieben oder Präsident Recep Tayyip Erdoğan beleidigt zu haben -Beleidigung des Staatspräsidenten ist in der Türkei ein besonders schwerer krimineller Tatbestand.

Die Tatsache, dass Journalisten in der Türkei hinter Gittern landen, wenn sie nicht 1000-prozentig linientreu schreiben bzw. berichten, ist nicht neu. Neu ist hingegen, dass mit Jahresbeginn 2022 eine so große Zahl an Journalisten inhaftiert ist, meist ohne Gerichtsverfahren, oft im berüchtigten Hochsicherheitsgefängnis Silivri.

Der Österreichische Journalist*innen Club protestiert schärfstens gegen die Inhaftierung von Journalisten in der Türkei. „Hier sollte unverzüglich die Österreichische Bundesregierung im Namen der Menschenrechte und Meinungsfreiheit Protest einlegen“, fordert ÖJC-Präsident Oswald Klotz. „Und dasselbe erwarten wir auch von Brüssel. Hier kann die EU unmöglich wegschauen.“

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