Wien (OTS/SK) – „Die Klimakonferenz in Glasgow war eine herbe Enttäuschung. Offensichtlich hofften die versammelten Regierungen auf ein Wunder, statt endlich ihre Verantwortung wahrzunehmen und die Klimakrise zu stoppen!“, blickt Julia Herr, SPÖ-Umweltsprecherin, kritisch auf die COP26 zurück. Die Abgeordnete, die selbst vor Ort war, berichtet von Gesprächen mit Abgeordneten aus anderen Ländern, die im wahrsten Sinne des Wortes gegen den eigenen Untergang kämpfen:
„Angesichts der immer stärker werdenden Klimakrise gibt es keine Ausreden mehr. Auch Österreich muss sich seiner globalen Verantwortung bewusst werden! Österreich hat sich auf der COP26 erneut zu mehr Klimaschutz bekannt. Wir werden Ministerin Gewessler beim Wort nehmen. Versprechen und Bekenntnisse müssen jetzt Realität werden!“ ****
Entsprechend kündigt die Abgeordnete noch für diese Woche einen Antrag zur Klimafinanzierung für ärmere Länder des globalen Südens an. Industrieländer wie Österreich sind Hauptverursacher von CO2-Emissionen, während es gerade Länder des globalen Südens sind, die unter den Folgen der Klimakrise als erste und am stärksten leiden. „Die zugesicherte jährliche Unterstützung von 100 Milliarden US-Dollar durch Industriestaaten wurde bislang nicht erfüllt. Österreich hat bei der Klimafinanzierung im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland und Schweden viel zu wenig getan und muss endlich einen angemessenen Beitrag leisten. Die internationale Klimafinanzierung gehört verdoppelt“, fordert Herr. Dabei geht es um die Unterstützung von Ländern des globalen Südens, sich vor der Bedrohung der Klimakrise zu schützen und Anpassungsmaßnahmen umzusetzen, ohne sich noch mehr verschulden zu müssen.
Erneut pocht Herr auf rasche Fortschritte beim Klimaschutzgesetz:
„Seit fast einem Jahr hat Österreich keine gesetzlichen Klimaziele. Auch für 2022 sind noch keine bekannt. Während die Zeit bis zur Klimaneutralität 2040 immer knapper wird, schafft es die Regierung nicht einmal einen Pfad zur Emissionsreduktion vorzulegen.“ Ein solcher Pfad, der Verantwortlichkeiten für Bund, Länder und Sektoren festlegt, wäre dringend notwendig, um die erforderlichen Klimaschutz-Maßnahmen auf den Weg zu bringen und dabei auch für den sozialen Ausgleich zu sorgen. „Österreich muss beim Klimaschutz ordentlich an Tempo zulegen“, so Herr abschließend. (Schluss) sd/ls
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