Wien (OTS) – „Dass nach Monaten, in denen versucht wird, die Impfquote zu steigern und dafür sogar im Steffl, am Badesteg oder im Supermarkt geimpft wird, die Apotheken immer noch nicht mit ins Boot geholt wurden, ist unverantwortlich“, sagt NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker. „Der Immunisierungsgrad ist der ausschlaggebende Faktor für die kommenden Monate. Er entscheidet darüber, ob Geschäfte, Lokale, Betriebe, Schulen offenbleiben können. Er entscheidet auch darüber, ob unser Gesundheitssystem an seine Grenzen stößt und wichtige Operationen, wie es jetzt schon wieder teilweise der Fall ist, verschoben werden müssen. Es hat mittlerweile keine Bürgerin, kein Bürger mehr dafür Verständnis, warum Apothekerinnen und Apotheker nicht zur Steigerung der Durchimpfungsrate ihren Teil beitragen dürfen.“
Die Regierung müsse endlich das Angebot der Apotheken ernst nehmen. Loacker: „Zahlreiche Länder nutzen seit Monaten ganz selbstverständlich die Infrastruktur der Apotheken, um die Impfungen möglichst niederschwellig anbieten zu können. Mit ein Grund, warum Österreich im EU-Vergleich bei der Zahl der Immunisierten hintennach ist. Warum sträubt sich Gesundheitsminister Mückstein hier so dagegen?“
Ein Teil der Lösung sei, dass Apotheker_innen ihre Impfausbildung fertig machen dürfen, um spezielle Impfapotheken eröffnen zu können, wie das in vielen anderen europäischen Ländern bereits der Fall sei. „Wir NEOS werden das Thema im nächsten Gesundheitsausschuss auf die Tagesordnung bringen, denn gerade im Hinblick auf die Drittstiche, die nun starten, müssen Apotheken endlich auch Impfungen anbieten dürfen. Alles andere wäre fahrlässig“, sagt der NEOS-Gesundheitssprecher abschließend.
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