Ahmad/Mras/Delitz/Gabrielli: „Böses Blut am Alsergrund“

Wien (OTS/SPW) – In der gestrigen Bezirksvertretungssitzung am Alsergrund brachte die SPÖ gemeinsam mit den NEOS eine Resolution zur Beendigung des Blutspendeverbots für homo- und bisexuelle Männer sowie transidente Personen ein! Die Resolution wurde mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, NEOS, Links und der FPÖ angenommen. Einzig und allein die Grünen stimmten dagegen.

Bezirksvorsteherin Saya Ahmad stellt dazu fest: „Am Alsergrund hat Diskriminierung keinen Platz. Das ist für uns keine leere Floskel, sondern gelebte Praxis. Ich finde es daher besonders schade, dass die Resolution der SPÖ für einen diskriminierungsfreien Zugang zur Blutspende von den Grünen abgelehnt wurde. Ich freue mich aber umso mehr, dass alle anderen Fraktionen die Resolution mitgetragen haben und damit ein wichtiges Signal über Parteigrenzen hinweg gesetzt werden konnte.“

Bezirksrätin Dominique Mras, die die Resolution mit Unterstützung der Österreichischen LGBTIQ Organisation SoHo und Bezirksrat Markus Delitz eingebracht hat, ergänzt dazu: „Gestern konnten wir im Bezirksparlament ein wichtiges Zeichen gegen die Stigmatisierung von homo- und bisexuellen sowie transidenten Menschen setzen. Als sehr befremdlich empfinde ich jedoch das Abstimmungsverhalten der Grünen. Sogar die ÖVP stimmte unserer Resolution zu, also kann es an koalitionären Verpflichtungen nicht liegen, dass die Grünen sich gegen eine diskriminierungsfreie Blutspende ausgesprochen haben! Wir fordern somit auch weiterhin den Grünen Gesundheitsminister auf, endlich zu handeln“

Der queere Bezirksrat und Vorsitzende der Kommission für Bildung, Integration, Diversität und Soziales am Alsergrund, Markus Delitz, selbst betroffen, merkt dazu an: „Ich finde es sehr bedenklich, wenn die Grünen mit ihrer völlig überzogenen Koalitionsräson die LGBTIQ-Feindlichkeit ihres Koalitionspartners bis in die Bezirksparlamente hineintragen.“

Die Vorsitzende der SoHo Wien, Tatjana Gabrielli, stellt dazu abschließend fest: “Es zeigt sich wieder einmal, wie wichtig es ist, den Kampf für gleiche Rechte von LGBTIQ Menschen auf allen Ebenen zu führen. Insbesondere nachdem unsere Trans*Sprecherin Dominique Mras aufgedeckt hat, dass auch Trans-Personen pauschal ausgeschlossen sind, müssen wir für mehr Sichtbarkeit sorgen. Wir werden diese Resolution in weiteren Bezirken einbringen. Hoffentlich sind andere Grüne Bezirksorganisationen progressiver als die Alsergrunder Grünen. Beenden wir endlich diese unsägliche systematische Diskriminierung!“

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