Bregenz (OTS) – In Japan, so kam es den österreichischen Forschern zu Ohren, gibt es Kindergärten, in denen die Kinder immer barfuß sind („barefoot-policy“). Darin sahen sie eine einzigartige Möglichkeit, innerhalb einer Bevölkerungsgruppe einen Vergleich zwischen Schuhträgern und Barfußgehern zu machen. Als Marker diente der Großzehenwinkel, der größer wird, je kürzer die Schuhe sind – und damit als Nachweis für eine Schädigung der Füße gilt. Die Annahme:
Jene Kinder, die passende Schuhe tragen, müssten genauso gute Werte beim Großzehenwinkel aufweisen wie die Barfußkinder. Doch es kam anders: Die Barfuß-Kinder hatten deutlich weniger schräggestellte Großzehen (Hallux Valgus) als schuhtragende Kinder – selbst dann, wenn die Schuhe optimal passten. Studienleiter Wieland Kinz: „Schuhe können Füße schädigen, Barfußgehen beugt vor. Und es macht die Füße widerstandsfähiger gegen negative Einflüsse“. Kinz empfiehlt: 1. Barfuß so oft es geht (gilt auch für Erwachsene). 2. Socken und Schuhe tragen, die der Fußform entsprechen und die Zehen nicht einengen. 3. Bei Schuhen auf mind. 12 mm Spielraum achten.
[Link zur Studie] (https://doi.org/10.1080/19424280.2020.1853826) im Magazin Footwear Science
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