Wien (OTS/SK) – Äußerst kritisch sieht SPÖ-Kultursprecher Thomas Drozda die Corona-bedingte Unterstützung für den Kunst- und Kulturbereich anlässlich der heutigen Debatte im Nationalrat. „Ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels, wenn dann gibt es Licht am Ende des Dschungels“, so Drozda, der damit eine Aktion der KUPF – der Kulturplattform OÖ – zitiert. Drozda macht seine Kritik an zwei Punkten fest: „Erstens gibt es im Vergleich zu anderen keine substantielle Unterstützung für die freien Künstler und Künstlerinnen. Sie schauen durch die Finger. Das trifft zweitens auch die Künstleragenturen und Verlage und in weiterer Folge auch die sogenannten Zulieferbetriebe, wie etwa Licht- oder Tontechniker. Denn wenn es keine Aufträge und Aufführungen gibt, haben auch sie alle keine Aufträge“, erläutert Drozda die Problemlage. ****
Während in Schweden etwa freie KünstlerInnen 100 Prozent ihrer entfallenen Gagen ersetzt bekommen und in Frankreich – je nach Auftragsverlusten – zwischen 30 und 100 Prozent ausbezahlt würden, kümmere sich die österreichische Bundesregierung genau gar nicht um diese Gruppe und habe sich nichts überlegt, um deren Notlage zu verbessern, moniert der Kultursprecher der SPÖ.
„Es ist richtig und wichtig, dass die großen Kultureinrichtungen Unterstützungsgelder bekommen, aber es wäre mindestens genauso wichtig, dass auch die Künstlerinnen und Künstler zu ihrem Geld kommen“, so Drozda abschließend. (Schluss) sr/sc
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. SPÖ-Parlamentsklub