Greenpeace zu IV/WKO: Kosten des Nichthandelns im Klimaschutz unleistbar, EU-Klimaziel von -55% ist unzureichender Kompromiss

Wien (OTS) – Anlässlich der am Mittwoch von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung präsentieren Forderung nach “Klimaschutz mit Maß und Ziel”, rund um die anstehende Erhöhung der EU Klimaziele, warnt Greenpeace eindringlich vor den untragbaren Kosten des Nichthandelns. Das von WKO-Chef Karlheinz Kopf als “illusorisch” abgetane Ziel einer Reduktion um 65 Prozent ist nicht weniger als das, was die Wissenschaft als notwendig anerkennt, wollen wir das Pariser Klimaziel einer Begrenzung der globalen Temperaturerhöhung auf 1,5 Grad noch erreichen. Die von der EU Kommission nun vorgeschlagenen minus 55 Prozent sind daher bereits ein Kompromiss auf Kosten der kommenden Generationen. Für weitere Abschwächungen bleibt hier kein Raum.

“Wir haben keine Zeit für ungelenke Bremsmanöver von Industrievertretern knapp vor der Ziellinie. Österreich ist von der im Regierungsabkommen versprochenen Vorreiterrolle meilenweit entfernt. Im Zuge des EU-Ratsgipfels, der diese Woche die Klimaziele der EU fixieren soll, ist die Wissenschaft klar – selbst 55 Prozent Reduktion sind unzureichend. Die Kosten der Untätigkeit werden unleistbar. Bereits aus heutiger Sicht müssen wir 2050 mit jährlichen Folgeschäden von bis zu 30 Milliarden Euro rechnen, wenn wir nicht rasch und entschlossen handeln”, warnt Adam Pawloff, Klimaexperte bei Greenpeace in Österreich. Österreich hat sich dazu verpflichtet, eine ambitionierte Klimapolitik in Europa voranzutreiben. Dazu zählt, sich für ein möglichst starkes Klimaziel einzusetzen. Für die EU heißt das, bis 2030 brauchen wir eine Reduktion von 65 Prozent CO2-Ausstoß gegenüber 1990 um das 1,5 Grad Ziel zu erreichen. Pawloff weiter: “Es gilt nun für Politik und Wirtschaft gleichermaßen die Zeichen der Zeit zu erkennen und aktiv an der Lösung der Klimakrise mitzuwirken, statt längst überfällige Zielfindungs-Debatten zu führen und zu bremsen.”

Den Forderungen der Wirtschaftsvertreter nach konkreten Maßnahmen und der Nutzung von Chancen, die sich durch den Klimaschutz ergeben, kann Greenpeace durchaus etwas abgewinnen Die Umweltschutzorganisation verweist in diesem Zusammenhang auf konkrete Modelle wie die Einführung eines CO2 Grenzzolls für die EU zum Schutz der heimischen Industrie.

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