Wien (OTS) – „Die Regierung muss jetzt endlich von ihrem hohen Ross herunterkommen, selbstreflektiert analysieren und mit zielgerichteten Schritten einen dritten Lockdown verhindern“, sagt NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker. „Die Schlendrian-Politik der Regierung muss endlich ein Ende haben. Der Lockdown ist von der Regierung leider wieder nicht genutzt worden, um Österreich auf die nächsten Wochen und Monate vorzubereiten. Mit einer ´Wir schauen mal, was kommt´-Haltung kann kein dritter Lockdown verhindert werden“, so Loacker.
NEOS haben in den vergangenen Wochen und Monaten klare Vorschläge, etwa zu Teststrategien und Maßnahmen im Schulbetrieb, geliefert:
„Wir haben immer wieder betont, dass Massentests keine einmalige Geschichte sein können, die Regierung hat dazu noch immer keine Perspektive gegeben. Viel klüger wäre es, besonders gefährdete Gruppen regelmäßig und zielgerichtet zu testen. Solche Screenings müssten zum Beispiel in Pflegeheimen, unbedingt auch in der mobilen Pflege, aber auch in Schulen mindestens zwei Mal die Woche längst etabliert sein. Und zwar nicht nur für die Betreuten, sondern auch für das Personal“, so Loacker.
Regierung erreicht viele Menschen mit Migrationshintergrund nicht
Die geringe Beteiligung an den Massentests am ersten Wochenende sei vor allem der katastrophalen Kommunikation der Regierung geschuldet, sagt Loacker: „Experten und wir haben die Kommunikation der Regierung im Krisenmanagement schon oft kritisiert. Jetzt zeigt sich leider auch, dass die Regierung viele Menschen mit Migrationshintergrund offenbar einfach nicht erreicht. Das sorgt wohl auch für die – wie es etwa aus Vorarlberg und Tirol heißt – geringe Beteiligung dieser Gruppe an den Massentests. Wir haben schon im Mai mit einem Antrag darauf hingewiesen, dass bei Menschen, die sozial benachteiligt sind und oft auch Sprachprobleme haben, mehr Infopolitik betrieben werden muss, indem man beispielsweise auf ,Influenzer’ in den Communitys setzt. Die Regierung hat das bis heute nicht umgesetzt – und will gleichzeitig jetzt die Schuld für die zweite Welle von sich auf Menschen mit Migrationshintergrund schieben.“
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Parlamentsklub der NEOS