„Die Risikogruppe“: „Am Schauplatz“ zeigt, wie die Corona-Krise das Leben älterer Menschen radikal verändert hat

Wien (OTS) – „Mein Vater ist an Corona gestorben, ohne Corona zu haben!“, erzählt der oberösterreichische Sänger Kurt Kuttler und ist empört. Der Welser konnte in den letzten Lebenswochen seinen Vater nicht mehr besuchen. „Freiheitsentzug“, nennt Kuttler das Vorgehen des Pflegeheims und ist auch Monate danach kaum zu beruhigen. Auch das Leben der Wiener Pensionistin Irmgard Schreyvogel wurde durch das Virus auf den Kopf gestellt: „Es ist ein Drama“, sagt die Wienerin, während sie gerade in einem Spital eine Chemotherapie erhält – sechs Monate später als ursprünglich geplant. Aus Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 ist sie nicht ins Spital gegangen. Seit März 2020 hat die Pandemie vor allem das Leben älterer Menschen in Österreich dramatisch verändert. Die Auswirkungen sind vielfältig:
Einsamkeit, Angst und Verunsicherung waren nur einige der Folgen, die bis heute andauern. „Wir müssen aufpassen, dass wir durch diese Pandemie nicht in eine Altersdiskriminierung kommen!“, meint Thomas Wochele, ärztlicher Leiter der Caritas Wien. Die aktuelle zweite Welle verschärft die Situation weiter, die Spitäler sind überfüllt.

Für die „Am Schauplatz“-Reportage „Die Risikogruppe“ – zu sehen am Donnerstag, dem 26. November 2020, um 21.05 Uhr in ORF 2 – war Andrea Eder in Österreich unterwegs und hat sich angesehen, mit welchen Belastungen die größte Risikogruppe der Corona-Pandemie aktuell leben muss und mit welchen Strategien viele ihr Leben dennoch lebenswert gestalten.

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