Wien (OTS) – Die Bundesregierung plant aufgrund des Terroranschlages in Wien eine Verschärfung des Waffengesetzes. „Das lässt sich schon verstehen“, meint der Präsident der Bundesheergewerkschaft, Amtsdirektor Hauptmann Manfred Haidinger, „aber wohl nur für jene, die Auffälligkeiten in die extremistische Richtung gezeigt haben. Keinesfalls jedoch dürfen alle anderen unbescholtenen Bürger wegen eines Verbrechers einer Anlassgesetzgebung ausgesetzt werden.“ Es scheint jedoch tatsächlich so zu sein, dass eine generelle Verschärfung herbeigeführt werden soll, die zum Großteil wieder die Falschen trifft. Der Terroranschlag wurde zudem mit illegal besorgten Waffen ausgeführt, ein Umstand, der bestätigt, dass mit einer Verschärfung der Waffengesetze ausschließlich unbescholtene Bürger wehrlos gemacht werden, nicht aber der Verbrecher, der seine Waffen auf dem Schwarzmarkt zu beziehen weiß. „Wir von der Bundesheergewerkschaft schlagen einen besseren Weg vor“, so Haidinger, „es soll das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung durch Bewaffnung von Sicherheitskräften in Zivil gehoben werden. Der Terrorist von Wien war in der Handhabung der Waffe schlecht ausgebildet und es war ein großes Glück, dass bereits vorab Polizeieinheiten zusammengezogen waren. – Wer weiß, was sonst geschehen wäre.“ Ein Mehr an verdeckten bewaffneten Sicherheitskräften würde nach Ansicht der Bundesheergewerkschaft zur Erhöhung der Sicherheit beitragen, alleine schon durch die bloße Tatsache, da sich Verbrecher nie sicher sein können. „Das militärische Kaderpersonal, Offiziere und Unteroffiziere, gleich ob aktiv oder Miliz, ist im Umgang mit Faustfeuerwaffen sehr gut ausgebildet und sicherheitstechnisch geschult; damit könnte ein Schritt zur Erhöhung der Sicherheit in der Bevölkerung getan werden“, so Haidinger, „die Bundesheergewerkschaft fordert daher die Ausstellung von zivilen Waffenpässen für alle Offiziere und Unteroffiziere und eine diesbezügliche Änderung des Waffenrechts.“
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