Wien (OTS) – Verständnislos reagiert NEOS-Gesundheitssprecher auf den Bericht im heutigen Ö1-Morgenjournal, wonach die ÖGK die Mittel für die AIDS-Prävention kürzen werse: „Und das unter sehendem Auge des Gesundheitsministers als Aufsichtsbehörde. Das ist ein kurzsichtiger falscher Weg“, sagt Loacker. „Der Fehler, aufgrund der COVID-Pandemie nun bei der HIV-Pandemie zu sparen, ist dumm. In einigen Gruppen, wie etwa bei heterosexuellen Männern über 30 Jahren, verzeichnen wir wieder einen Anstieg an HIV-Infektionen. Hier also einzusparen ist kontraproduktiv.“
Man dürfe nicht den Fehler machen, Krankheiten gegeneinander auszuspielen und Prioritäten bei einzelnen Patientengruppen zu setzen. Loacker: „Jede und jeder verdient ausreichend Information und Aufklärung über HIV und AIDS sowie die bestmögliche Behandlung. Wir dürfen nicht vergessen, wie gefährlich das HI-Virus ist und dass nur dank genügend Prävention und Forschung weniger Menschen erkranken beziehungsweise sterben.“
Sofortige Klärung des Gesundheitsministers
Loacker verlangt eine Stellungnahme von Gesundheitsminister Anschober, wie es dazu kommen konnte: „Es darf nicht passieren, dass solch tiefgreifenden Entscheidungen unter dem Wegschauen des Gesundheitsministers getroffen werden. Anschober muss darüber Kenntnis haben, was in seinem Aufsichtsbereich geschieht. Sein freundlich moderierendes Wegschauen ist unerträglich.“