Waitz/Wiederaufbauplan: Zusätzliches Geld für Umweltmaßnahmen höchst notwendig

Brüssel (OTS) – Thomas Waitz, EU-Abgeordneter der Grünen und Ko-Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei, kommentiert die Anhebung der Umweltmaßnahmen und der Ländlichen Entwicklung als einen Schritt in die richtige Richtung für eine neue und vor allem klimafreundliche Agrarpolitik, die den Landwirten helfen wird sich für die Klimakrise zu rüsten.

“20 Milliarden Euro zusätzlich für die zweite Säule der Agrarförderungen ist dringend notwendig. Der Teufel liegt im Detail. Um wirklich für eine Next Generation EU vorzusorgen, muss die Kommission die Gemeinsame Agrarpolitik endlich darauf ausrichten, dass Kleinbäuerinnen und -bauern und Umweltmaßnahmen gestärkt werden und nicht wieder, große industrielle Betriebe als einzige Profiteure überbleiben. Landwirtschaftskommissar Wojciechowski und Kommissionschefin Ursula Von der Leyen sind jetzt gefragt Taten nach den schönen Worten folgen zu lassen: To boldly go where no man has gone before!”, so Waitz.

Insgesamt wird das gesamte EU-Budget für die Agrarföderungen sinken.

“Jetzt geht es um die richtige Verteilung der Subventionen. Statt mit dem Gießkannenprinzip große Flächen massiv zu fördern, brauchen wir eine kohärente Agrarförderungspolitik, die an die Biodiversitätsstrategie und die Farm-to-Fork-Strategie anknüpft. Nur so können wir unsere Ernährungssouveränität absichern und das Kleinbauernsterben in Europa stoppen.”

Hintergrund: Die GAP besteht aus zwei Budgetsäulen. Die erste beinhaltet Direktzahlungen, die sich hauptsächlich an der Größe von vorhandenen Flächen orientieren, sogenannte Flächenprämien. Die zweite Säule, die wesentlich kleiner dotiert ist, ist zur Förderung der ländlichen Entwicklung, Ökolandbau und Umweltmaßnahmen da. Ohne weitreichende Reformen in diesem Bereich wird die EU ihre Verpflichtungen für die Pariser Klimaziele verfehlen.

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