Wien (OTS) – Als „sehr bedenklich“ beschreibt Gemeinderat und Stadtrechnungshofausschuss-Vorsitzender Wolfgang Ulm die aktuellen Berichte des Stadtrechnungshofes zum Thema Sicherheit in Gebäuden von Wiener Wohnen: „Die beiden Berichte legen die chaotischen Zustände im Wohnbauressort klar offen und zeigen, dass es hier vor allem im Sicherheits- und Transparenzbereich starken Aufholbedarf gibt. Hier ist die zuständige Stadträtin Gaal gefordert.“
Ein Bericht beschreibt die Notstromversorgungsanlagen in Hochhäusern der Stadt Wien. Zunächst zeigte sich, dass die Hochhäuser aufgrund unterschiedlicher Definitionen des Begriffs „Hochhaus“ nicht vollständig geprüft werden konnten. „Die Stadt Wien weiß nicht einmal, wie viele Hochhäuser tatsächlich von ihr selbst verwaltet werden. Wie kann das sein?“, so Ulm. Sicherheitstechnisch gibt es Mängel, die nicht hinnehmbar sind: Der Stadtrechnungshof Wien stellte fest, dass von den 86 Hochhäusern nur zehn mit Not-Stromversorgungsanlagen ausgestattet waren. Hier braucht es dringend eine Nachrüstung.
Auch ein zweiter Bericht bestätigt das Versagen der Stadt im Sicherheitsbereich und fügt sich damit in das Chaos ein: Bereits 2015 empfahl der Stadtrechnungshof die Überprüfung der Außenbeleuchtungsanlagen der Unternehmung Stadt Wien. Der aktuelle Bericht prüfte den Stand der Außenbeleuchtungsanlagen erneut und kam zu dem Schluss, dass sich ein „nahezu unverändertes Bild“ der Anlagen gibt. „Die Aufhebung der Mängel wurde von Wiener Wohnen seit fünf Jahren nur im Schneckentempo in Angriff genommen. Wenn es um die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner geht, gibt es sichtlich keine Bewegung“, so Ulm, der weiter kritisiert: „Auch die Zuständigkeiten sind für den Stadtrechnungshof nicht erkennbar gewesen. Es braucht endlich klare Strukturen und Sicherheit für die Bewohnerinnen und Bewohner!“