Wien (OTS) – „Unsere Kritik empört zu dementieren und gleichzeitig die Öffentlichkeit weiter im Dunklen tappen zu lassen, ist kein ordentliches und transparentes Krisenmanagement“, sagt NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker, nachdem die Regierung am Wochenende die Berechnungen der NEOS, dass die Covid19-Tests in der vergangenen Woche nicht mehr, sondern weniger geworden sind, strikt zurückgewiesen hat. „Auch gestern sind laut offiziellen und öffentlich zugänglichen Daten nur 3.014 Tests dazugekommen – ein neuer Tiefststand. Wenn das Gesundheitsministerium das jetzt damit begründet, dass kleinere Labors noch nicht mit dem elektronischem Erfassungssystem verbunden sind, bleibt die Frage, auf Basis welcher Fakten Kurz und Anschober ihre Entscheidungen treffen, wenn keine fundierten Zahlen vorliegen und die Regierung die Daten nicht im Griff hat.“
Egal, wie man es drehe und wende – „von den von Kurz versprochenen 15.000 Tests pro Tag sind wir nach wie vor weit entfernt“, sagt Loacker. Und fordert einmal mehr endlich Klarheit darüber, mit welcher Art von Antikörper-Tests die Testkapazität gesteigert werden soll. „Die Antikörper-Schnelltests aus China, die ähnlich wie Schwangerschaftstests funktionieren sollen, sind noch gar nicht validiert, weil sie noch sehr unsicher sind – hat die Regierung Kurz diese im großen Stil bestellt? Oder setzt sie – hoffentlich – auf den dringend notwendigen Ausbau der sogenannten ELISA-Tests, mit denen etwa Deutschland bereits gute Erfahrungen macht? Die Bevölkerung erwartet endlich Antworten auf diese drängenden Fragen statt der immer gleichen Stehsätze und Beruhigungspillen – Gelegenheiten gäbe es bei den täglichen Regierungspressekonferenzen genug.“
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