Wien (OTS/SK) – Im Rahmen eines Runden Tischs haben gestern – auf Einladung von SPÖ-EU-Abgeordneter Bettina Vollath – ExpertInnen und VertreterInnen jesidischer Organisationen auf die prekäre Situation der JesidInnen in Nordsyrien aufmerksam gemacht: „Die JesidInnen sind sowohl im Irak als auch in Syrien der Aggression der Türkei und des Islamischen Staates ausgeliefert. Die JesidInnen sind seit Jahrhunderten ein integraler Bestandteil der kurdischen Bevölkerung Nordsyriens. Bereits 2018 wurden Tausende von ihnen durch die türkischen Angriff auf Afrin vertrieben. Der neuerliche türkische Angriff hat nun zur Vertreibung der BewohnerInnen weiterer jesidischer Dörfer in Nord- und Ostsyrien geführt.” ****
Bettina Vollath fordert im Bemühen um eine nachhaltige Friedenslösung in Syrien den Druck auf die Türkei zu erhöhen, sich aus Syrien zurückzuziehen und jesidische Organisationen in die Verfassungsgespräche in Genf zu inkludieren.
„Die JesidInnen wurden immer wieder vergessen, verfolgt und bedroht. Das muss endlich ein für alle Mal beendet werden – es braucht dringend eine politische Lösung. Deshalb müssen jesidische Organisationen beim syrischen Verfassungskomitee in Genf eingebunden werden. Nur wenn auch die Rechte der kleinsten Minderheiten garantiert werden, ist eine nachhaltige Friedenslösung in Syrien möglich. Außerdem muss die Europäische Union Druck auf die syrische Regierung und die Nachbarstaaten ausüben, um den freien Zugang von Hilfslieferungen an die intern Vertriebenen aus Afrin und der Jezire-Region zu ermöglichen.“ (Schluss) ls/mp
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