Der Countdown läuft: Vignettenjahr wird endgültig zitronengelb

Wien (OTS) – Am 31. Jänner verliert die Jahresvignette 2018 ihre Gültigkeit. Ab dann muss die neue, zitronengelbe Vignette am Pkw, Motorrad oder leichten Wohnmobil angebracht oder die digitale Vignette gekauft bzw. gültig sein, sobald Autobahnen oder Schnellstraßen benutzt werden. Autofahrer, die die digitale Vignette noch in einem der 90 ARBÖ-Prüfzentren kaufen, haben den Vorteil, dass die Vignette bereits ab dem Zeitpunkt des Kaufes gültig ist. Wird die digitale Variante online über die Asfinag Homepage erworben ist sie erst ab dem 18. Tag nach dem Tag des Kaufs gültig.

Der Tarif für die Jahresvignette beträgt heuer 89,20 Euro (Pkw) bzw. 35,50 Euro für Motorräder. Erhältlich sind auch 10-Tages- und 2-Monats-Vignetten. Österreicherinnen und Österreicher lassen sich erfahrungsgemäß Zeit mit dem Kauf der neuen Vignette. Aber Vorsicht, man sollte sich auch nicht zu lange Zeit lassen, denn wer ohne gültige Vignette fährt, muss mit einer Ersatzmautzahlung von 120 Euro rechnen.

Der Kaufnachweis für die Klebevignette sollte aufbewahrt werden. Er dient im Falle eines Totalschadens oder bei Bruch der Windschutzscheibe als Beleg, mit dem eine Ersatzvignette beantragt werden kann. Aufgeklebt werden muss die Vignette am linken Windschutzscheibenrand oder hinter dem Rückspiegel.

Wer mit Probefahrt- oder Überstellungskennzeichen unterwegs ist und ein Fahrzeug überstellt, muss eine ordnungsgemäß entwertete Zweimonatsvignette mitführen, diese aber nicht auf die Windschutzscheibe kleben. Hierbei reicht die Mitnahme im Fahrtenbuch aus. Beim Abstellen und Verlassen des Kraftfahrzeuges – etwa bei einer Raststätte – muss aber die Vignette von außen leicht sicht- und kontrollierbar im Kraftfahrzeug hinterlegt werden, da dies sonst als Mautprellerei bewertet wird. Achtung: wer bei Kraftfahrzeugen mit Probefahrt- oder Überstellungskennzeichen eine Jahres- oder 10-Tagesvignette verwendet, muss sie – wie in allen anderen Fällen – sehr wohl aufkleben.

Eine Ausnahme gibt es für Menschen mit Behinderung. Im Regelfall ist der Besitz eines Behindertenpasses gemäß Bundesbehindertengesetzes Voraussetzung für eine „Gratisvignette“. Nähere Infos dazu gibt es bei den Landesstellen des Bundesamtes für Soziales und Behindertenwesen – wo sie auch zu beantragen ist.

In den Nachbarländern Schweiz, Slowenien sowie Tschechien gilt Klebevignettenpflicht, in Ungarn und der Slowakei gibt es nur noch ein elektronisches Mautsystem (E-Vignette). Entgegen einer oft geäußerten Vermutung gilt in Deutschland auf Autobahnen und Schnellstraßen nur die Lkw-Maut für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen. Die PKW-Maut ist angekündigt, aber noch nicht umgesetzt. Zudem verlangen in Deutschland zahlreiche Städte eine Umweltplakette.

Der ARBÖ empfiehlt heimischen Lenkern nicht mehr als zwei Klebevignetten auf der Windschutzscheibe zu haben – solange die Sicht jedoch nicht behindert ist, gibt es keine Beschränkung der Pickerl-Anzahl und auch keine Strafen. Strenger ist da Slowenien:
hier sind keine alten, ungültigen slowenischen Plaketten erlaubt. Der ARBÖ empfiehlt sich bei Auslandsfahrten nach den Landesvorschriften zu erkundigen, um Unannehmlichkeiten oder Strafen wegen zu vielen Aufklebern zu vermeiden.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. ARBÖ

AutoVerkehrsinfo
Comments (0)
Add Comment