Wien (OTS) – Die Sicherheitssprecherin und Spitzenkandidatin der Grünen Wien, Birgit Hebein, fordert die Wiener Polizei auf, die „Einkesselung“ von rund 1.300 BesucherInnen des Rapid-Austria-Derbys selbstkritisch zu evaluieren. Bei dem Einsatz waren die BesucherInnen des Fußballspiels bis zu sechs Stunden in eisiger Kälte von der Polizei angehalten worden. „Selbst wenn es unmittelbar zuvor zu Straftaten Einzelner gekommen sein soll, scheint eine derart lange Anhaltung hunderter Menschen – darunter dem Vernehmen nach auch Kinder, Jugendliche und Schwangere – im Freien und bei winterlichen Temperaturen unverhältnismäßig und im Einzelfall wegen der Umstände auch erniedrigend“, so Hebein.
„Es ist zudem fraglich, ob eine Identitätsfeststellung aller Anwesenden überhaupt notwendig ist. Der Polizei stehen andere Mittel zur Verfügung, um Verdächtige zu identifizieren. Wenn sich die Polizei unter offensichtlich schwierigen Rahmenbedingungen dennoch für einen solchen „Kessel“ entscheidet, müssen die nötigen Maßnahmen – vor allem Sicherstellung der nötigen medizinischen Versorgung und Herstellung menschenrechtskonformer Umstände – rechtzeitig geplant und getroffen werden: besonders unter winterlichen Voraussetzungen sind Menschen, die in einem derartigen „Kessel“ über Stunden angehalten werden, „Schutzbefohlene“ der Polizei. Die bis heute vorliegenden Berichte lassen befürchten, dass das nicht ausreichend geschehen ist. Eine umfassende Evaluierung des Einsatzes seitens der Polizei ist daher dringend notwendig“, so Hebein abschließend.
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