Wien (OTS) – „Die Bürgerinnen und Bürger haben dem rot-grünen „Parkplatzraub“ in der Millergasse zum wiederholten Mal eine Absage erteilt. Bevor es zu Veränderungen in der Verkehrsorganisation kommt, müssen die betroffenen Anrainerinnen und Anrainer sowie die Wirtschaftstreibenden befragt werden. Ein entsprechender Antrag der ÖVP Mariahilf wird bei der kommenden Sitzung des Mariahilfer Bezirksparlaments im Dezember eingebracht werden“, so der Obmann der ÖVP Mariahilf Gerhard Hammerer in Reaktion auf die gestrige Bürgerversammlung.
Bereits zum dritten Mal wurde gestern über eine mögliche Neugestaltung der Millergasse beraten. Im Frühjahr 2018 bestand Einigkeit über die Neugestaltung des Oskar-Werner-Platzes, während die Streichung von 75 Parkplätzen (rund 50% (!) des Bestands) klar abgelehnt wurde. Trotzdem wurden gestern die gleichen Pläne noch einmal präsentiert und seitens der Magistratsdienststellen sowie des Bezirksvorstehers massiv beworben.
Gerhard Hammerer: „Nicht nur die anwesenden Teilnehmer/innen haben den rot-grünen Plänen mehrheitlich eine Abfuhr erteilt, seitens eines Bürgers wurden auch Unterschriften von 164 Anrainer/innen gegen die Wegnahme der Parkplätze vorgelegt. Ablehnend reagierten auch die anwesenden Wirtschaftstreibenden, die im Vorfeld nicht einbezogen waren. Ich hoffe, dass dieses klare Signal bei Rot-Grün nun endlich angekommen ist.“
Als Ergebnis der Beratungen sollen Fahrbahn und Gehsteig in zwei Bereichen der Millergasse verändert werden, in Summe eine Reduktion um 10-12 Parkplätze. Um eine Durchfahrt durch die Wohnstraße Fügergasse in Richtung des 7. Bezirks zu vermeiden, schlagen die Fachdienststellen vor, den Verkehr über die Matrosengasse abzuleiten. Dafür müssten aber zwei Bäume im Bereich Millergasse / Fügergasse gefällt werden.
„Derart massive Veränderungen können nicht nach Gefühl bzw. von einer einzelnen Person entschieden werden, sondern brauchen eine demokratische Legitimation. Zwei vitale Bäume zu fällen, um ein paar Meter weiter wieder zwei junge Bäume zu pflanzen, wäre ein „Schildbürgerstreich“, wie es eine Bürgerin treffend formuliert hat“, so der ÖVP Mariahilf Obmann weiter. „Ich unterstütze daher die Forderung der Bürger/innen nach einer Befragung, bei der aus unterschiedlichen Varianten insbesondere zur Reduktion des Duchzugsverkehrs ausgewählt werden kann. Nachdem notwendige Bauarbeiten erst Ende 2019 / Anfang 2020 anstehen, haben wir auch den zeitlichen Rahmen dafür.“
Gerhard Hammerer abschließend: „Die gestrige Bürgerversammlung war jedenfalls ein klares Indiz dafür, dass die Bürger/innen einseitige Maßnahmen gegen den Individualverkehr ablehnen. Bei der Bezirksvertretungssitzung im Dezember sind alle Fraktionen eingeladen, den Wunsch der Bürger/innen nach einer demokratischen Entscheidung in Form einer Befragung umzusetzen. Ich hoffe auf breite Zustimmung zu unserem Antrag.“
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. ÖVP Rathausklub