KURIER: ÖGB-Präsident Katzian fordert bezahlte Pausen als Ausgleich am 12-Stundentag

Wien (OTS) – Im KURIER-Interview fordert der Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbunds, Wolfgang Katzian, dass es an 12-Stunden-Tagen bezahlte Pausen geben soll. Wörtlich sagt Katzian:
„Es muss Pausen geben, wenn jemand eine elfte und zwölfte Stunde arbeitet. Dann sollen diese Pausen auch bezahlt sein.“

Grundsätzlich sind derzeit Pausen nicht bezahlt, außer bei Beamten. Dort zählen Ruhepausen zur Dienstzeit.

Die ÖGB-Forderung bedeutet: Wird die Ruhepause bezahlt, kommt das einer Netto-Arbeitszeitverkürzung gleich. Da das Arbeitszeitgesetz von einem 8-Stunden-Tag mit einer halbstündigen Pause ausgeht, müssen bei einem 12-Stunden-Tag weitere Pausen eingeräumt werden. Legt man nun z.B. im Kollektivvertrag fest, dass nach der 10. Stunde eine weitere bezahlte Ruhepause zu gewähren ist, entstünde dadurch eine weitere Arbeitszeitverkürzung.
Das Ergebnis wäre: Ein 12-Stunden-Tag besteht aus einer Netto-Arbeitszeit von 11 Stunden plus zwei halbstündige, bezahlte Ruhepausen.
Eine Gleichstellung mit den Beamten fordert Katzian auch bei der sechsten Urlaubswoche. Diese gibt es im öffentlichen Dienst ab dem 43. Lebensjahr. Katzian: „Das hätte ich gerne für alle Arbeitnehmer.“ Detto bei der Zusammenlegung der Krankenkassen. Katzian will eine Harmonisierung der Leistungen beim Arztbesuch für alle Versicherten auf Beamtenniveau.

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