Rotes Kreuz zur Agenda 2030: Österreich darf historische Chance zur Verbesserung unserer Welt nicht verschlafen

Wien (OTS) – Am 25. September jährt sich der Beschluss der Agenda 2030 durch die UNO Generalversammlung zum dritten Mal. Rotkreuz-Generalsekretär Werner Kerschbaum fordert daher heute die österreichische Bundesregierung auf, ihr Bekenntnis zu den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen in die Tat umzusetzen. Diese sehen unter anderem vor, Hunger und Armut zu bekämpfen, sowie allen Menschen einen Zugang zu sauberen Wasser und Bildung zu sichern.

„Die nachhaltigen Entwicklungsziele betreffen Menschen in Österreich genauso wie in Entwicklungsländern. Im Gegensatz zu unseren deutschen und tschechischen Nachbarn fehlt in Österreich eine klare Strategie zur Umsetzung“, sagte Kerschbaum. Das Rote Kreuz stützt sich dabei auch auf die Kritik des Rechnungshofes in seinem Bericht zur Agenda 2030.

„Österreich muss vom Reden ins Tun kommen und sich den konkreten Zielen der Agenda 2030 verschreiben“, sagt Kerschbaum. Der Rotkreuz-Generalsekretär nennt in diesem Zusammenhang unter anderem die Reduktion der Pflichtschulabbrecher, die Halbierung der Zahl der armutsgefährdeten Personen, die Reduktion der Opfer von Verkehrsunfällen um 50%, die Verwendung von 0,7 % des BIP für Entwicklungszusammenarbeit. Das erfordere ein langfristiges und bundesweit koordiniertes Vorgehen seitens der Bundesregierung, sowie ein professionelles Projektmanagement mit definiertem Budget. Auch Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien müssten in diesen Prozess eingebunden werden.

„Die Agenda 2030 ist ein Masterplan für eine bessere Welt und eine historische Chance, die die Politik der Österreichischen Bevölkerung nicht vorenthalten darf, sagt der Generalsekretär.

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