Wien (OTS) – Gegen eine Erhöhung der Tempolimits auf Autobahnen spricht sich die Umweltorganisation VIRUS aus. „Mindestens ebenso wichtig wie deren genaue Höhe ist die sichere Gewährleistung ihrer Einhaltung durch technische Maßnahmen, hier muß BM Hofer zuallererst ansetzen“, so Sprecher Wolfgang Rehm.
Der Minister hatte für heute eine Pressekonferenz für ein Pilotprojekt abgehalten mit dem Tempo 140 auf Autobahnen für eine spätere Dauerregelung getestet werden sollte. Laut der Umweltorganisation resultiere aus den Gesetzen der Physik eine unauflösbare Beziehung zwischen gefahrener Geschwindigkeit, Energieverbrauch und in Folge dem Ausstoß von Treibhausgasen und Luftschadstoffen. Gleiches gelte für die Lärmbelastung. „Geboten wäre daher eine Reduktion der zulässigen Geschwindigkeit um schnell viel für die Erreichung der Klimaziele und den Schutz der Menschen vor Gesundheitsgefährdung und unzumutbaren Belästigungen zu tun. Stattdessen will der Verkehrsminister ohne Klimastrategie die Schubumkehr“, kritisiert Rehm. Völlig unbeackert sei das Feld der Nichteinhaltung der derzeit praktisch wirkungslosen Geschwindigkeitsbeschränkungen, dem derzeit nur ein ineffektives wie ineffizientes Nachkontrollsystem entgegengehalten werde. Erschwerend käme, hinzu dass für Straßenbauvorhaben die völlig realitätsferne Fiktion der Einhaltung von Tempolimits für die Ermittlung der Umweltauswirkungen herangezogen werden müsse. „Dies führt zu einer Mogelpackung, die die tatsächlichen Belastungen von Nachbarn verschleiert, wodurch auch keine Maßnahmen zu ergreifen sind, obwohl sie geboten wären“. Die Angleichung von Fiktion und Wirklichkeit müsse zwingend der ersten Schritt jeder Tempolimitdiskussion sein. Daher erneuert VIRUS die Forderung, anstatt des bisherigen Kontrollsystems durch technische Maßnahmen im Fahrzeug die Einhaltung von Geschwindigkeitsbeschränkungen wirksam und lückenlos zu gewährleisten. „Eine Win- Win Situation für Verkehrssicherheit und Umwelt einerseits Entlastung für die Verkehrspolizei und Wirkungsstätte für österreichische Technologiefirmen andererseits wäre die Folge, Verkehrsminister Hofer ist gefordert endlich die richtigen Prioritäten zu setzen, “ so Rehm abschließend.
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