Wien (OTS) – „FPÖ und ÖVP nehmen die gesundheitliche Gefährdung von arbeitenden Menschen gerne in Kauf, um die Wünsche ihres Klientels in Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung zu erfüllen“, kritisiert Julia Herr, Verbandsvorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich. Die aktuelle Studie von Blasche und Haluza (Work-related self-assessed fatigue and recovery among nurses) zeigt deutlich: Bei so langen Arbeitszeiten leidet die Gesundheit, die Gefahr von Herzinfarkten erhöht sich. Darüber hinaus steigt die Unfallgefahr für übermüdete Angestellte nach einem 12-Stunden-Tag deutlich, sowohl bei der Arbeit als auch bei der Heimfahrt.
„Schwarz-Blau ist es egal, wie ungesund der Arbeitsalltag ausschaut, solange Unternehmen ihre Profite maximieren können,“ so Herr. „Sie ermöglichen körperliche und finanzielle Ausbeutung und haben kein Problem damit, Menschen mit ihrer Politik zu gefährden.“ Zum Protest gegen die für heute angesetzte Einführung des 12-Stunden-Tages stellte die Sozialistische Jugend ein Begräbnis vor der Wirtschaftskammer dar, um aufzuzeigen, wie die „neue Welt der Arbeit“ tatsächlich aussehen wird:
Werners Unfallrisiko im Straßenverkehr steigt nach mehreren aufeinanderfolgenden 12-Stunden-Schichten enorm. Eines Tages verunglückt er bei der Heimfahrt mit Erna im Auto. Feli ergeht es ähnlich: Nach 10 Stunden Arbeit leidet ihre Aufmerksamkeit und Konzentration und sie kommt bei einem Arbeitsunfall uns Leben. Claras Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt durch den vielen Stress und die langen Arbeitszeiten weiter an, bis sie an einem Infarkt stirbt.
Fotos der Aktion gibt es unter folgendem Link:
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