Wien (OTS) – „Das Projekt Verbindungsbahn beschäftigt uns nun bereits seit rund zwei Jahren. Trotz intensiver Bemühungen und regelmäßiger Verhandlungen des Bezirks und der ÖVP Hietzing mit dem zuständigen Planer ÖBB sind die Anliegen und Bedenken des Bezirks sowie der Bürgerinnen und Bürger in keinster Weise in die Planungen eingeflossen. Diese Ignoranz ist untragbar, denn hier geht es um ein Jahrhundertprojekt, das das Ortsbild und den Alltag der Hietzinger nachhaltig beeinflussen wird. Für uns steht fest: Es braucht ein neues Gesamtkonzept unter aktiver Einbindung des Bezirks“, so Johanna Sperker, geschäftsführende Obfrau der ÖVP Hietzing und der Hietzinger Nationalrat Karl Nehammer.
„Die Ergebnisse der durch den Bezirk durchgeführten Meinungsumfrage zeigen, dass sich die Hietzinger bereits ein Bild von dem Projekt gemacht haben. Die Intention des Ausbaus des öffentlichen Verkehrs und somit auch die dichteren Schnellbahnintervalle und zusätzliche Stationen sehen die Hietzinger positiv“, so Nehammer der weiter ausführt: „Den Menschen ist die Gestaltung der Stationen und der Bahntrasse ein großes Anliegen, sie müssen ins Hietzinger Ortsbild passen. Ein Architekturwettbewerb ist unumgänglich.“ Klar bestätigt sieht sich Nehammer auch im starken Wunsch der Bürger, die Bahnschranken Veitingergasse und Jagdschloßgasse auch weiterhin für PKW offen zu lassen, das sei „unbedingt notwendig.“ Eine klare Ablehnung gibt es auch betreffend den Güterverkehr im Bezirk. „Wir wollen den Güterverkehr aus dem Bezirk verbannen. Güterzüge gehören grundsätzlich in den Lainzer-Tunnel und nicht in ein Wohngebiet wie Hietzing.“
„Bei diesem Jahrhundertprojekt gibt es enormes Potenzial für den öffentlichen Verkehr im Bezirk und die Hietzingerinnen und Hietzinger. Aber das Projekt, wie es uns von den verantwortlichen Stellen vorgelegt und regelrecht aufs Auge gedrückt wird, können wir so nicht mittragen“, so Sperker, die abschließt: „Unsere bisherigen Forderungen an die ÖBB bleiben daher aufrecht, dafür kämpfen wir weiter.“
Die Forderungen der ÖVP Hietzing im Detail:
- Erhalt der Querungsmöglichkeiten
Die Verbindungsbahn darf zukünftig den Bezirk nicht stärker trennen, als sie es jetzt schon tut. Die Querung der Verbindungsbahn muss zu Fuß, mit dem Rad und mit dem PKW an allen derzeit bestehenden Eisenbahnkreuzungen möglich sein. - Tieferlegung der Bahnstrecke
Eine fundierte Überprüfung einer möglichen Tieferlegung der Verbindungsbahn muss erfolgen. - Kein Güterverkehr
Güterzüge gehören ausschließlich in den Lainzer-Tunnel. Dicht verbautes Gebiet darf nicht länger durch Güterzüge belastet werden. - Architekturwettbewerb
<a>Die architektonische Ausgestaltung der Stationen und der Bahntrasse muss sich dem Hietzinger Ortsbild harmonisch anpassen. Ein Architekturwettbewerb ist unumgänglich.</a> - Verkehrskonzept und Radweg
Die Stadt Wien ist gefordert, ein Verkehrskonzept für den fließenden und ruhenden Verkehr auszuarbeiten. Ein neuer Radweg entlang der Verbindungsbahn soll entstehen.
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