Wien (OTS) – Die Rot-Grüne Mehrheit will im heutigen Wohnbauausschuss die Unterschutzstellung aller vor dem 1.1.1945 errichteten Gebäude ohne Begutachtungsverfahren beschließen. „Damit wird es in Hinkunft sehr schwer bis unmöglich, ein solches Gebäude abzubrechen. Voraussetzung dafür ist künftig eine Bestätigung des Magistrats, dass an der Erhaltung des Bauwerks kein öffentliches Interesse besteht“, so Gemeinderat Wolfgang Ulm. Eine solche Bestätigung wurde in der Vergangenheit in Schutzzonen kaum erteilt. „Es ist in Zukunft damit zu rechnen, dass auch völlig uninteressante und abbruchreife Gebäude aus der Zwischenkriegszeit nicht durch neue Bauten ersetzt werden können“, so Ulm und weiter: „Diese Regelung wird dazu führen, dass Häuser zunehmend verfallen werden und unzumutbare Wohnverhältnisse entstehen. Es wird einfach auch weniger gebaut werden können.“
„Mit dieser Rasenmähermethode alle vor dem 1.1.1945 errichteten Gebäude gesetzlich gleich zu stellen ist völlig unsachlich und lässt jede Differenzierung unter den betroffenen Gebäuden vermissen. Mit dieser willkürlichen Vorgangsweise wird das Bauen in Wien nicht nur erschwert, sondern auch das Wohnen schwieriger und teurer“, so Ulm abschließend.
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