„WELTjournal“ am 23. Mai über „Irland – Umstrittener Schwangerschaftsabbruch“

Wien (OTS) – Irland steht diesmal im Mittelpunkt der ORF-Auslandsmagazine: Cornelia Vospernik präsentiert am Mittwoch, dem 23. Mai 2018, um 22.30 Uhr in ORF 2 zunächst eine „WELTjournal“-Reportage von Cornelia Primosch zum Thema „Irland – Umstrittener Schwangerschaftsabbruch“. Danach folgt um 23.05 Uhr „WELTjournal +“ mit „Unehelich – Irlands geächtete Kinder“.

WELTjournal: „Irland – Umstrittener Schwangerschaftsabbruch“

Als eines der letzten Länder in der EU stimmt Irland am 25. Mai darüber ab, ob Schwangerschaftsabbruch künftig möglich sein soll. Das streng katholische Irland hat neben Polen und Malta das restriktivste Abtreibungsverbot Europas. Schwangerschaftsabbruch ist sogar nach einer Vergewaltigung verboten und wird mit bis zu 14 Jahren Haft geahndet. Jedes Jahr sehen sich Tausende Irinnen gezwungen, für eine Abtreibung ins Ausland zu fahren oder eine unsichere illegale Abtreibung im eigenen Land zu riskieren.

Für das „WELTjournal“ hat ORF-Korrespondentin Cornelia Primosch Betroffene und Aktivistinnen begleitet, die seit Jahren für das Recht auf den eigenen Körper kämpfen, und Abtreibungsgegner, die im Schwangerschaftsabbruch eine Sünde sehen.

WELTjournal +: „Unehelich – Irlands geächtete Kinder“

Vor vier Jahren ist die irische Kleinstadt Tuam international in die Schlagzeilen geraten: Auf dem Grund eines ehemaligen katholischen Kinderheims war ein Massengrab entdeckt worden. Fast 800 Babys und Kleinkinder sind darin bestattet – heimlich begraben von Nonnen, die das Heim bis 1961 betrieben haben. Die meisten Kinder waren infolge von Misshandlung und Vernachlässigung gestorben, viele schlichtweg verhungert. Die Kinder waren unehelich geboren – im erzkatholischen Irland galt das als schwere Sünde. Der Skandal wirft ein Schlaglicht auf den jahrzehntelangen menschenverachtenden Umgang der irischen Kirche mit Frauen, die unverheiratet schwanger wurden. Zehntausende Mädchen und Frauen wurden bis weit ins 20. Jahrhundert deswegen verfolgt, eingesperrt und zu unbezahlter Strafarbeit gezwungen. Ihre Kinder wurden ihnen weggenommen, manche auf fragwürdiger rechtlicher Grundlage zur Adoption freigegeben.

Das „WELTjournal +“ begibt sich auf Spurensuche nach Irland und rollt mit Historikern, Zeugen, Überlebenden und Angehörigen der Opfer die Hintergründe einer grausamen Geschichte von Scheinmoral und Unbarmherzigkeit auf, in der die katholische Kirche eine unwürdige Rolle spielt.

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