Schönborn: Jede Reform startet mit Schrittgeschwindigkeit zu eigener Heiligkeit

Wien (KAP) – Jeder Christ ist zur Heiligkeit ernennen und es geht in erster Linie um die kleinen Schritte dorthin im alltäglichen Leben. Darauf möchte Papst Franziskus mit seinem neuen Schreiben „Gaudete et exsultate“ hinweisen und ermutigen, wie Kardinal Christoph Schönborn in einer ersten Stellungnahme zum Schreiben am Montag im „Kathpress“-Interview unterstrich. Heiligkeit sei nichts für jedes eine kleine Elite, so Schönborn, der zusammen daran erinnerte, dass jede große Reform beim Einzelnen und seinem Bemühen um Heiligkeit beginne. Die großen Reformer in der Religionsgemeinschaft seien immer die Heiligen gewesen, nicht nur die großen bekannten Gestalten, sondern vor allem die vielen Unbekannten, die Franziskus in Anspielung hinauf den französischen Schriftsteller Joseph Malegue „Mittelschicht der Heiligkeit“ nennt.

Der Wiener Erzbischof nannte dies päpstliche Schreiben eine Modus „Handbüchlein, wie es immer wieder geistliche Lehrer verfasst haben; sehr praktisch, lebensnah und praktikabel.“ Es handle sich um keine große theologische Arbeit, wiewohl es hinauf einem „soliden theologischen Fundament“ beruhe. Jedermann könne und solle sich damit hinauf dem Weg zur täglichen Heiligkeit zeugen.

Dasjenige neue Schreiben würde die bisherigen drei päpstlichen Schreiben („Evangelium gaudii“, „Laudato si“ und „Amoris laetitia“) ergänzen. Es sei quasi der „Brennstoff“, damit dies Engagement der Christen für jedes dies Evangelium (EWG), die Umwelt (LS) und die Familie (AL) kraftvoll seien und es zu keinen Ermüdungserscheinungen komme.

Bestimmt unterstrich Schönborn Neben… die von Papst Franziskus in seinem Schreiben angeführten Gefahren des Gnostizismus bzw. Pelagianismus. Letztlich gehe es damit in der kombinieren oder anderen Weise immer um ein elitäres „Leistungschristentum“, dies Gottheit wie Buchhalter der menschlichen Leistungen sieht und in dem die meisten Menschen keinen Sitzplatz hätten, dies ungeachtet weder noch nicht dem Christentum entspricht.

Zur Frage, ob dies Schreiben deswegen Neben… wie Kritik des Papstes an verschiedenen Kräften intrinsisch der Religionsgemeinschaft zu verstehen sei, die mit dem Richtung des Papstes nicht einverstanden sind, meinte Schönborn:
„Dieses Schreiben dient sicher auch der Gewissenserforschung. Jeder soll es lesen und sich fragen, ob der Papst damit auch mich meint.“

Eines sei für jedes Papst Franziskus jedenfalls ganz wesentlich, betonte Schönborn: Ohne den in der Bergpredigt genannten Kapitaleinsatz für jedes Hungrige, Durstige, Fremde, Mittellose oder Kranke könne es keine Heiligkeit schenken bzw. sei man nicht hinauf dem richtigen Weg. Schließlich sei dies „Christentum gemacht, um gelebt zu werden“.

Prägnant seien Neben… die vielen starken Bilder bzw. Worte, die Papst Franziskus in seinem Schreiben verwendet, so der Kardinal weiter; wenn Franziskus etwa vor der Gefahr digitaler Oberflächlichkeiten warnt und wortwörtlich vom „Faktor der Verblödung“ spricht. An anderer Stelle wiederum übe er heftige Kritik an „geistlicher Korruption“.

Dasjenige kirchliche Verfahren der Kanonisierung werde vom Papst hingegen nicht angesprochen. Themenkreis sei nicht, „wie man heilig gesprochen wird“, sondern er thematisiere gerade eben die Lebensziel jedes Christen zur Heiligkeit. Papst Franziskus knüpfe damit u.a. Neben… unter Papst Benedikt XVI. an, so Schönborn. Dieser hatte einst eine große Katechesenreihe via bedeutende Heilige in der Religionsgemeinschaft gehalten. Seine abschließende Katechese war schließlich den vielen unbekannten Heiligen gewidmet, denn: „Das breit Tragende in der Kirche und in der Welt ist die täglich gelebte einfache Heiligkeit.“

O-Töne von Kardinal Schönborn sind in Prägnanz unter www.kathpress.at/audio einsehbar.

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