FP-Pawkowicz: Kritik an teurer Retro-Bauordnung z. Hd. Wien

Wien (OTS) – Mit Bemitleiden quittiert FP-Wien-Bautensprecher LAbg. Alexander Pawkowicz die lange Zeit angekündigten und heute von Michael Ludwig und Christoph Chorherr vorgestellten Eckpfeiler der nächsten Wiener Bauordnungsnovelle.

Obzwar sich durchaus manche neue Ideen in den Maßnahmen abzeichneten, so sei der in den letzten Monaten angekündigte „große Wurf“ nicht gelungen, so Pawkowicz. Zu weit war offenbar die Sorge vor wirklich einschneidenden Maßnahmen zur Flächenmobilisierung und Baulandschaffung. Gewiss gleichermaßen der Rubrik des Stellplatzregulativs lasse den Willen zu umfassenden Reformen in der Wiener Bauordnung und der Stadtplanung lichtvoll vermissen. Darüber könnten gleichermaßen die aufgelisteten Kleinmaßnahmen in diesen Bereichen nicht hinwegtäuschen. Es sei, so Pawkowicz, ja ganz nett, wenn „nicht benötigte“ Stellplätze zukünftig anderwertig verwendet werden die Erlaubnis haben. „Zu welchem Zweck muss man mutmaßlich ohnehin nicht benötigte Stellplätze weiterhin um teures Geld errichten“, fragt sich der FPÖ-Bautensprecher, und verweist in diesem Zusammenhang hinaus seinen Vorschlag zur Umsetzung eines Systems homolog dem „Züricher Prototyp“. Im Zusammenhang diesem könne zum Beispiel im Umfeld hochrangiger öffentlicher Verkehrsmittel die Stellplatzverpflichtung maschinell offensichtlich reduziert werden, um keine unnötigen und teuren Leerstehungen zu produzieren.

Dass zukünftig jedes Haus, dies vor 1945 errichtet wurde, eine eigene Abbruchbewilligung gewünscht, zeige zudem wieder einmal gleichermaßen dies Versagen des grünen Planungsressorts. „Weil die Planungsstadträtin seither Jahren mit der Stadtplanung und der Festlegung von Schutzzonen in schützenswerten Bereichen nicht nachkommt, soll nun pauschal selbst jede noch so schäbige Bruchbude unter Generalschutz gestellt werden“, ärgert sich Pawkowicz droben welche Willkür-Maßregel am Wirbelsäule der raschen und günstigen Wohnraumschaffung.

Die verpflichtende Errichtung von Fahrradstellplätzen pro 30m² Wohnfläche c/o gleichzeitiger Einbehaltung der teuren Kraftfahrzeug-Stellplatzverpflichtung löse schließlich nur mehr Kopfschütteln aus, so Pawkowicz, der darin und in den überbordenden Vorschriften zum Schutz des Klimas letztlich keinen wirklich „großen Wurf“, dazu gleichwohl zusätzliche Preistreiber im Wohnbau sieht. „Ebendiese Novelle ist kein Postmeilensäule, sondern ein Armutszeugnis z. Hd. Wien“, so Pawkowicz letztendlich. (Schluss) akra

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. FPÖ Wien

BauordnungFPÖPawkowiczWien
Comments (0)
Add Comment