Wifo-Chef Gabriel Felbermayr im Interview: Zwischen Wirtschaftsweisheit und Datenkampf | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Wifo-Chef Gabriel Felbermayr im Interview: Zwischen Wirtschaftsweisheit und Datenkampf

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Gabriel Felbermayr, der Leiter des österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo, äußert sich in einem aktuellen Interview kritisch über den Begriff Wirtschaftsweiser und die Herausforderungen, vor denen die Wirtschaftsforschung heute steht. Dabei bemerkt er mit leichtem Schmunzeln, dass ihm schon beim Hören dieses Ausdrucks schwindlig werde – eine Aussage, die auf die hohe Erwartungshaltung und den Druck hinweist, die mit solchen Titeln verbunden sind.

Felbermayr, der eine führende Rolle in der Analyse makroökonomischer Daten einnimmt, betont die zentrale Bedeutung der Datenqualität und -verfügbarkeit bei wirtschaftswissenschaftlichen Analysen. Angesichts der komplexen globalen Wirtschaftsbeziehungen ist es für Forscher immer schwieriger geworden, valide und aktuelle Daten zu gewinnen, was die Prognosen erschwert.

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist zudem die mangelnde Risikobereitschaft in der Politik. Felbermayr argumentiert, dass entscheidende wirtschaftspolitische Schritte häufig durch fehlenden Mut verzögert werden. Dabei verweist er auf die Bedeutung einer klaren und fundierten Politikberatung, die auf ökonometrischen Modellen und empirischer Forschung basiert. Nur so könne nachhaltig und zielgerichtet auf wirtschaftliche Herausforderungen reagiert werden.

Als metaphorischen Vergleich zieht Felbermayr das Holzfällen heran: Es komme nicht nur auf rohe Kraft an, sondern auf Präzision und Planung – ähnlich wie in der Wirtschaftspolitik, wo es darauf ankomme, die richtigen Schnittstellen zu erkennen und effizient zu bearbeiten.

Das Interview unterstreicht die Bedeutung deutscher Begriffe aus der Wirtschaftstheorie, wie Makroökonomie, Datenanalyse, Politikberatung und empirische Forschung, die für Maturanten eine gute Grundlage darstellen, um die Dynamiken moderner Wirtschaftssysteme zu verstehen.

Für junge zukünftige Ökonominnen und Ökonomen bleibt die Botschaft klar: Es gilt, mit fundiertem Wissen, analytischem Denken und Mut an wirtschaftspolitische Herausforderungen heranzutreten – so wie es Felbermayr selbst tagtäglich vormacht.

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