272-Tonnen-Stromriese für Zentralraum Oberösterreich | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

272-Tonnen-Stromriese für Zentralraum Oberösterreich

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Am Mittwoch wurde ein großer 220/110-kV-Transformator im Rahmen des Partnerprojekts Sichere Stromversorgung Zentralraum OÖ von Austrian Power Grid (APG), Netz Oberösterreich GmbH (Netz OÖ) und LINZ NETZ GmbH (Linz Netz) zum Umspannwerk Pichling gebracht. In den nächsten Wochen werden noch zwei weitere gleiche Transformatoren folgen.

Genauigkeit von Anfang bis Ende

Der Transformator ist sehr groß: rund 11 Meter lang, 3,5 Meter breit und 4,6 Meter hoch. Er kam mit der Bahn vom Siemens Energy Werk in Weiz zum Bahnhof Asten/St. Florian. Dort wurde der 272 Tonnen schwere Transformator von einem Spezial-Schwerlastwagen mit 32 Achsen auf einen anderen mit 20 Achsen umgeladen. Dies war eine sehr genaue Arbeit, denn der Transport auf der Straße zum Umspannwerk Pichling ist etwa 3,7 Kilometer lang und muss sehr sorgfältig geplant werden.

„Ein Trafotransport ist immer Präzisionsarbeit. Von der Planung über Genehmigungen bis hin zur Durchführung ist höchste Konzentration und viel Erfahrung aller Beteiligten gefragt“, erklärt Jürgen Pilgerstorfer, APG-Projektleiter für Umspannwerke.

Schwierige Strecke

Der Weg zum Umspannwerk Pichling war technisch sehr anspruchsvoll. Zum Beispiel musste über die Tagerbachbrücke ein sogenannter Fly-Over gebaut werden. Das ist eine temporäre, stabile Konstruktion, die die Brücke entlastet, damit der schwere Transformator sicher passieren kann. Auch Verkehrsschilder und Straßenlaternen wurden vorübergehend abgebaut, um Platz zu schaffen.

Besonders herausfordernd war die Eisenbahnunterführung im Südpark: Dort war nur 5 Zentimeter Platz auf jeder Seite. Der Transportwagen fuhr daher sehr langsam und wurde von erfahrenen Einweisern überwacht, damit alles sicher verlief.

Auch der Kreisverkehr am Weg war knifflig: Der lange Transporter von rund 76 Meter Länge musste langsam und vorsichtig durch die enge Kurve gesteuert werden. Nach ungefähr drei Stunden Fahrt kam der Transformator sicher im Umspannwerk Pichling an.

Transformatoren sind das Herz jedes Umspannwerks

„Transformatoren sind das Herz jedes Umspannwerks. Im konkreten Fall des Umspannwerks Pichling verbindet der neue Transformator das österreichweite Höchstspannungsnetz der APG mit dem Verteilernetz der Linz Netz, das den Strom direkt zu den Haushalten und Betrieben bringt“, erklärt Pilgerstorfer.

Das bedeutet: Das Umspannwerk Pichling sorgt dafür, dass die Region Oberösterreich bei Bedarf Strom aus dem großen APG-Netz bekommt. Gleichzeitig kann dort regional erzeugte nachhaltige Energie in das überregionale Netz eingespeist und österreichweit verteilt werden. So wird Strom aus verschiedenen Regionen nutzbar gemacht – für private Haushalte, Industrie und Wirtschaft.

Der fertig ausgerüstete Transformator wiegt insgesamt rund 445 Tonnen. Bis Ende April sollen noch zwei weitere gleiche Transformatoren über denselben Weg nach Pichling geliefert werden.

15 Transformatoren für sichere Stromversorgung im Zentralraum Oberösterreich

Dieses Trio an Transformatoren in Pichling ist Teil eines großen Projekts von APG, Netz OÖ und Linz Netz, das die sichere Stromversorgung in Oberösterreich verbessern soll. Insgesamt investieren die Partner rund 800 Millionen Euro, um einen neuen 220-kV-Versorgungsring zu bauen. Dieser ersetzt das bisherige 110-kV-Netz und macht die Stromversorgung moderner und sicherer.

APG baut dabei zehn neue Transformatoren in den Umspannwerken Pichling, Wegscheid und Kronstorf auf. Zusammen mit zwei weiteren Umspannwerken, Ernsthofen und Hütte Süd, die auch am neuen 220-kV-Versorgungsring liegen, gibt es insgesamt 15 wichtige Transformatoren, die die Netzstabilität in der Region Oberösterreich stark verbessern.

Über Austrian Power Grid (APG)

Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber sorgt Austrian Power Grid (APG) dafür, dass Österreich jederzeit sicher mit Strom versorgt wird. Mit modernster Technik und einem digitalen Stromnetz sorgt APG dafür, dass auch erneuerbare Energien immer besser eingebunden werden und Österreich weniger Strom von außen importieren muss. Damit ist APG eine wichtige Plattform für den Strommarkt und ermöglicht günstigen Strom für alle.

Das Netz von APG hat eine Länge von etwa 3.500 Kilometern und wird von etwa 1.000 Fachleuten betreut. Über die zentrale Steuerung in Wien werden 67 Umspannwerke in ganz Österreich überwacht und gesteuert. Im Jahr 2025 lag die Versorgungssicherheit bei sehr guten 99,99 Prozent – ein Spitzenwert weltweit.

APG investiert jedes Jahr mehrere hundert Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes. Bis 2034 werden insgesamt etwa 9 Milliarden Euro fließen, um Österreichs Energieversorgung auch in Zukunft sicher und umweltfreundlich zu machen.

Rückfragen

Austrian Power Grid AG
Stefan Waleharch, MA
Regionale Kommunikation

Telefon: +43 664 883 430 44
E-Mail: stefan.walehrach@apg.at
Website: https://www.apg.at

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