Traumazentrum Wien-Brigittenau: Verwaltungsrat beschließt erweiterte Übergangslösung | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Traumazentrum Wien-Brigittenau: Verwaltungsrat beschließt erweiterte Übergangslösung

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In den letzten Monaten haben in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden intensive Projektarbeiten und Prüftätigkeiten hinsichtlich der brandschutztechnischen Ertüchtigungsmöglichkeiten des Bestandsgebäudes des Traumazentrums Wien-Brigittenau/Lorenz Böhler stattgefunden. Wie berichtet, sollte ab 2025 neben einem Modulbauwerk unter anderem der OP-Bereich im Bestandsgebäude verbleiben.

Da sich gerade in diesem Bereich Patient:innen befinden, die das Haus nicht selbstständig verlassen können, gelten hier erhöhte Anforderungen an den Brandschutz sowie an Sicherheits- und Entfluchtungskonzepte. Aufgrund der behördlichen Vorgaben an den Brandschutz hat sich nach intensiver Prüfung durch Fachexpert:innen herausgestellt, dass ein Betrieb des OP-Bereichs im Bestandsgebäudes aus technischen, wirtschaftlichen und zeitlichen Gründen nicht möglich ist.

Was bedeutet das für die Planungen der Übergangslösung („Modulspital“)?

In seiner Sitzung am Mittwochnachmittag hat der Verwaltungsrat als geschäftsführendes Gremium der AUVA folgende Variante der Übergangslösung des TZW-Brigittenau beschlossen:

Errichtung eines Bauwerks in Modulbauweise auf dem Areal des derzeitigen Parkhauses – dieses beinhaltet:

– Zwei Bettenstationen mit bis zu 60 Normal- und 6 Intensivbetten
– Drei Operationssäle
– Ein vorbereitetes „Leergeschoß“, in dem jene Bereiche, die vorerst im Bestandsgebäude verbleiben, untergebracht werden können

Im Bestandsgebäude verbleiben:

– Erstuntersuchungsambulanz
– Nachuntersuchung
– Physiotherapie
– Diagnostik (CT, MR, Röntgen)

Die Anfang Juli eröffnete, mit hohem Aufwand aller Mitarbeiter:innen etablierte Tagesklinik im 1. Obergeschoß des Bestandsgebäudes, soll im Einvernehmen mit der Behörde so lange in Betrieb bleiben, bis die entsprechende Infrastruktur im Modulbauwerk einsatzbereit ist.

Der Bereich der Erstuntersuchung im Hochparterre wird überwiegend von selbstrettungsfähigen Patient:innen frequentiert. Daher gestaltet sich – vor allem im Zusammenspiel mit der etablierten Betriebsfeuerwehr – eine Entfluchtung im Brandfall deutlich leichter. 

Was sieht der aktuelle Zeitplan vor?

Aktuell läuft das europaweite Vergabeverfahren für die Modullösung. Der komplette Abriss des Parkhauses ist für September geplant, direkt danach beginnt die Errichtung des Modulbauwerks. Eine Inbetriebnahme des nun deutlich umfangreicher zu planenden Bauwerks ist Mitte 2025 realistisch.

Als AUVA gehen wir keine Kompromisse bei der Sicherheit von Leib und Leben unserer Patient:innen und Mitarbeiter:innen ein. Dieser Beschluss des Verwaltungsrats ist nicht nur brandschutztechnisch State of the Art, sondern auch im Hinblick auf medizinische Prozesse effizienter, etwa durch kurze Wege zwischen OP und Intensivstation im Modulbau. 

Letztlich ist die nun beschlossene Variante langfristig vorteilhaft für die Umsetzung der Ziellösung. Diese ist weiterhin die Errichtung des Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftscampus mit unseren Kooperationspartnern.

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