SJ-Stich: “AK-Jugendmonitor zeigt: Für Österreichs Jugendliche gibt es keinen Kultur-, sondern nur den Klassenkampf!” | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

SJ-Stich: “AK-Jugendmonitor zeigt: Für Österreichs Jugendliche gibt es keinen Kultur-, sondern nur den Klassenkampf!”

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„Das heute erschienene Jugendmonitoring der Arbeiterkammer präsentiert der Politik der vergangenen Jahre ein absolutes Armutszeugnis. Die Schere zwischen Arm und Reich ist unter den 16- bis 29-Jährigen massiv auseinander gegangen, nicht zuletzt wegen der Teuerung. In den vergangenen zwölf Monaten musste laut des Monitorings ca. die Hälfte aller Jugendlichen auf Erspartes oder Kredite zurückgreifen, um den Alltag finanziell bewältigen zu können. Schnell wird klar: Ohne einem radikalen Politikwechsel verspielen wir die Zukunft von zigtausenden jungen Menschen!“, so Paul Stich, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich, im Rahmen des heute von der Arbeiterkammer veröffentlichten Jugendmonitorings.

Stich weist weiters auf den Zusammenhang zwischen ökonomischem Status und gesellschaftlicher Teilhabe hin: „Im untersten ökonomischen Drittel der 16- bis 29-Jährigen gaben 80% an, bei Freizeitaktivitäten stark sparen zu müssen. Das führt zu einem ökonomisch bedingten Ausschluss an gesellschaftlicher Teilhabe. Wenn Jugendliche sich aus Geldsorgen Freizeitaktivitäten und ähnliches nicht mehr leisten können, dann wird überdeutlich, dass die gesellschaftliche Polarisierung in Teilen der Jugend nicht kulturell, sondern eindeutig ökonomisch bestimmt ist.“, so Stich weiter.

Abschließend betont Stich die Notwendigkeit zukunftsorientierter Politik für junge Menschen: „Wenn junge Menschen von der Politik permanent im Stich gelassen werden, braucht man sich über Politikverdrossenheit, und einer ablehnenden Haltung gegenüber der Politik im Allgemeinen, nicht wundern. Die jungen Menschen haben sich eine Politik verdient, die Zukunftsperspektiven schafft und diese nicht immer wieder aufs Neue zerstört. Dafür braucht es langfristig eine Politik, die Menschen über Profite stellt, und kurz- bis mittelfristig parlamentarische Mehrheiten jenseits von ÖVP und FPÖ. Denn diese beiden Parteien stehen für nichts anderes als Zukunfts- und Perspektivenlosigkeit.“, so Stich abschließend.

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