Ergebnisse des Forschungsprojekts der SalzburgMilch mit der BOKU Wien liegen vor | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Ergebnisse des Forschungsprojekts der SalzburgMilch mit der BOKU Wien liegen vor

0 84

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der SalzburgMilch mit der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) zum Thema "Ökobilanzierung und Ökosystemleistungen grünlandbasierter Milcherzeugung“ liefert hervorragende Ergebnisse wie die vergleichsweise geringen Treibhausgasemissionen der Milcherzeugung bei den SalzburgMilch Landwirten und Landwirtinnen.

„SalzburgMilch verfolgt eine klar definierte Nachhaltigkeitsstrategie und ist sich der Verantwortung für die Gesellschaft und Umwelt sehr bewusst", betont Andreas Gasteiger, Geschäftsführer der SalzburgMilch. Daher wandte sich Salzburgs größte Molkerei an das Institut für Nutztierwissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und ließ im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts von Dipl.-Ing. Martin Seiringer-Gaubinger und Dr. Stefan Hörtenhuber sowie mit wissenschaftlicher Begleitung von Univ. Prof. Dr. Werner Zollitsch eine umfassende Ökobilanzierung und Bewertung der Ökosystemleistungen der Milcherzeugung bei ihren Milchbäuerinnen und Milchbauern in der Region durchführen. Dafür wurden im Zuge einer repräsentativen Stichprobe die am Forschungsprojekt teilnehmenden Betriebe ermittelt. Die Ergebnisse der Studie können für die SalzburgMilch als sehr positiv eingestuft werden.

Im Einzugsgebiet der SalzburgMilch wird bereits seit etwa 1000 Jahren eine grünlandbasierte Milchwirtschaft praktiziert, welche die heimische Kulturlandschaft geprägt hat. Diese Form der Milcherzeugung schützt hochwertige Flächen und erbringt damit wichtige Ökosystemleistungen. Dennoch gerät die Milchwirtschaft in letzter Zeit in die Kritik. Dabei werden in der Diskussion beispielsweise die Treibhausgasemissionen – insbesondere Methan– sowie die ineffiziente Verfütterung potentieller Lebensmittel genannt. Dies wurde im Rahmen des Forschungsprojektes überprüft und die Ergebnisse zeigen eine hervorragende Ökobilanz der Milcherzeugung mit vergleichsweise geringen Treibhausgasemissionen pro Kilogramm Milch. 

Hervorragende Ökobilanz der Milcherzeugung und vergleichsweise geringe Treibhausgasemissionen pro Kilogramm Milch

Im Vergleich fallen die Treibhausgasemissionen der Milcherzeugung der SalzburgMilch mit knapp unter 1 kg CO2-Äquivalente je Kilogramm Milch gering aus und liegen sogar ca. 5 % unter dem Österreich-Schnitt. Der Vergleich mit europäischen Durchschnittswerten aus Deutschland und Dänemark fällt zudem noch viel positiver für die SalzburgMilch aus und weist um ca. 10 % bzw. 22 % geringere Treibhausgasemissionen auf.

„Gründe für diese vergleichsweise geringen Treibhausgasemissionen sind der geringe Kraftfuttereinsatz und der hohe Anteil an Dauergrünland, der beispielweise über Weidefütterung sehr effizient genutzt wird", erläutert dazu einer der Studienautoren, Dipl.-Ing. Martin Seiringer-Gaubinger, Experte für Nachhaltigkeit der Nutztierhaltung an der Universität für Bodenkultur Wien.

Grünlandbasierte Milchwirtschaft und Klimaschutz

Österreichweit sind die Treibhausgasemissionen aus der Milchkuhhaltung im Gegensatz zu jenen von Verkehr oder Industrie gering und seit dem Jahr 1990 rückläufig bzw. seit dem Jahr 2000 ziemlich konstant. Dr. Stefan Hörtenhuber führt aus, dass sich der „Schaden“ der heimischen, grünlandbasierten Milchwirtschaft sehr in Grenzen hält. „Kritischer hinsichtlich der Umwelt-wirkungen wäre eine Intensivierung der Milcherzeugung, wie sie in anderen Ländern erfolgt ist. Dennoch gibt es natürlich auch hier Optimierungspotential: beispielsweise in der Steigerung der Milchleistung bei sehr extensiven Betrieben, durch die Verbesserung der Grundfutterqualität oder bei sehr intensiven Betrieben durch die Vermeidung von Stickstoff-überschüssen, verursacht durch zu hohen Viehbesatz oder Kraftfutterzukauf", so der Experte.

Hohe Lebensmittelkonversionseffizienz dank grünlandbasierter Milchwirtschaft

Ein wesentliches Merkmal einer grünlandbasierten Milcherzeugung ist, dass Wiederkäuer wie zum Beispiel Milchkühe, für den Menschen nicht nutzbare Biomasse von Dauerwiesen in hochwertige Lebensmittel umwandeln. Gerade tierische Lebensmittel weisen im Vergleich zu pflanzlichen eine höhere Proteinqualität auf. „Wir orientieren uns da an der sogenannten Lebensmittelkonversionseffizienz (LKE). Verfüttert man Pflanzen wie zum Beispiel Getreide oder Soja, die auch für den Menschen als direktes Nahrungsmittel dienen könnten, an Kühe, ist das Ergebnis der LKE niedrig. Durch den vergleichsweise geringeren Einsatz von solchem Kraftfutter in den SalzburgMilch Betrieben ist der LKE aber recht hoch. Dies ist durchaus positiv, weil damit Konkurrenz zur menschlichen Ernährung vermieden wird und insgesamt mehr Lebensmittel zur Verfügung stehen", erklärt Dipl.-Ing. Martin Seiringer-Gaubinger und verweist auf ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie: „Im Vergleich zu nationalen und europäischen Durchschnittswerten erzielen die SalzburgMilch Betriebe die höchste Lebensmittelumwandlungseffizienz, die Konkurrenz der Milcherzeugung zu anderen Lebensmitteln ist hier somit besonders gering." 

Viele positive Ökosystemleistungen

„In der öffentlichen Diskussion werden Rinder häufig mit Treibhausgasemissionen in Verbindung gebracht. Dieses Forschungsprojekt zeigt deutlich, dass die SalzburgMilch Betriebe und ihre Milchkühe klimafreundlicher als ihr Ruf sind. Darüber hinaus erbringt unsere stark grünlandbasierte Wirtschaftsform viele wichtige Ökosystemleistungen wie etwa die Bereitstellung sauberen Trinkwassers, die Kohlenstoffspeicherung, die Förderung wertvoller Artenvielfalt verschiedenster Tier- und Pflanzenarten sowie den Erhalt eines komplexen Ökosystems und der Kulturlandschaft, die wir für Tourismus und Naherholung so schätzen", führt Robert Leitner, Aufsichtsratsvorsitzender der SalzburgMilch, aus. 

Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt der Studie widmete sich daher der Erstellung von geeigneten Methoden zur Bewertung von bereitstellenden, regulierenden und kulturellen Ökosystemleistungen. Während die am Forschungsprojekt teilnehmenden Betriebe in den Gunstlagen naturgemäß durch ihre produktiveren Flächen eine hohe Bereitstellung von Biomasse und in Folge auch von Milch zeigen, haben extensivere Betriebe in Berglagen besonders hohes Potential zur Bereitstellung von sauberem Trinkwasser. Außerdem zeigt sich im Vergleich mit der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Österreich eine deutlich höhere Speicherung von Kohlenstoff im Boden. Die Flächen der SalzburgMilch Betriebe speichern im Durchschnitt 85,5 Tonnen Kohlenstoff je Hektar, während der Österreich-Durchschnitt bei 74,4 Tonnen Kohlenstoff je Hektar liegt. Der hohe Anteil an Dauergrünland schlägt sich außerdem in einem hohen Erosionsschutz nieder. Die Erosion liegt auf den Flächen der SalzburgMilch Betriebe mit 1,2 Tonnen je Hektar mehr als die Hälfte niedriger als im Durchschnitt für ganz Österreich (2,8 Tonnen je Hektar).

Mehr als ein Viertel der von SalzburgMilch Betrieben bewirtschafteten Flächen sind extensive Dauerwiesen und Almflächen in Berggebieten. Sie gelten hinsichtlich Biodiversität als hochwertigste Flächen. Besonders für das Naherholungspotential und den Tourismus sind sie von großer Bedeutung und aufgrund von Klimawandel und wirtschaftlichem Druck von der Nutzungsaufgabe bedroht. In dem Projekt wurde sehr deutlich, dass die Betriebe entsprechend ihrer Standorte individuelle Stärken und Potentiale aufweisen. Während in den Gunstlagen sehr klimaeffizient produziert wird, weisen die meist kleiner strukturierten Betriebe in den Berggebieten besonders hohe Ökosystemleistungen auf. 

„Abschließend lässt sich sagen, dass die SalzburgMilch Betriebe sehr klimaeffizient und nachhaltig wirtschaften, zudem wichtige Ökosystemleistungen erbringen und uns das auch ganz klar vom internationalen Umfeld abhebt", fasst Andreas Gasteiger, Geschäftsführer der SalzburgMilch, die positiven Ergebnisse der Studie zusammen. 

Podcast zum Thema liefert umfangreiches Hintergrundwissen

Umfangreiches Hintergrundwissen und spannende Ergebnisse zum Thema können Sie im Rahmen der Milchgespräche, dem Podcast der Salzburg Milch, online anhören: https://www.milch.com/podcast

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. SalzburgMilch GmbH

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.