Acredia: 40 Prozent der Exporteure weltweit befürchten mehr Zahlungsausfälle in 2023 | Brandaktuell - Nachrichten aus allen Bereichen

Acredia: 40 Prozent der Exporteure weltweit befürchten mehr Zahlungsausfälle in 2023

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Exporteure zeigen sich weltweit relativ optimistisch für 2023, jedoch bleibt die wirtschaftliche Unsicherheit groß. So lässt sich das Ergebnis der aktuellen Umfrage* zum Welthandel von Kreditversicherer Acredia und Allianz Trade zusammenfassen. Etwa 70 Prozent der befragten Unternehmen erwarten einen Umsatzanstieg durch Exporte im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig befürchten mehr Exporteure einen Anstieg des Risikos von Zahlungsausfällen.

Die Rentabilität der Unternehmen gerät durch die hohe Inflation, steigende Zinsen und den engen Kapitalmarkt zunehmend unter Druck. Längere Zahlungsfristen und ein höheres Risiko von Zahlungsausfällen sind deshalb wahrscheinlich“, sagt Gudrun Meierschitz, Vorständin von Acredia. Die ungünstige Wirtschaftslage spiegelt sich auch in der Insolvenzprognose für 2023 wider, wo der Kreditversicherer davon ausgeht, dass die Zahl der Firmenpleiten weltweit um 21 Prozent steigen wird (2022: +2 Prozent). 

Steigende Unsicherheit verdirbt Appetit auf neue Märkte

Rund 40 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit einem höheren Risiko von Zahlungsausfällen, das sind +11 Prozentpunkte mehr als bei der Umfrage im letzten Jahr. Insbesondere in Großbritannien (+33 Prozentpunkte), Deutschland und den USA (jeweils +29 Prozentpunkte) steigt die Angst vor Zahlungsausfällen deutlich. Gleichzeitig erwarten mehr Exporteure, dass sich die Zahlungsfristen verlängern (42 Prozent gegenüber 31 Prozent). Vor allem in den USA und Großbritannien bereiten sich fast 50 Prozent der Befragten darauf vor, dass sie länger auf ihr Geld warten werden.

Diese wirtschaftliche Unsicherheit dämpft das Interesse an neuen Märkten. 63 Prozent der Befragten bevorzugen eine Erhöhung der Investitionen in Ländern, in denen sie bereits präsent sind, während 47 Prozent planen, in neuen Ländern zu investieren. Auch beim Ausbau der Marktanteile konzentriert sich der Großteil, nämlich 55 Prozent, auf bestehende Märkte. 52 Prozent streben eine Diversifizierung und Erschließung neuer Länder an. 

Lieferkettenproblematik liegt schwer im Magen

Als Herausforderung für das laufende Jahr nennen fast 75 Prozent der Befragten logistische Hürden und hohe Transportkosten. Vor allem Unternehmen in Deutschland, Italien und Polen liegen Lieferkettenprobleme schwer im Magen. Hingegen sind in den USA und Spanien steigende Kosten und Finanzierungsprobleme am dringlichsten, während die Betriebe in Großbritannien unter hohen Energiepreisen leiden. In Frankreich machen sich Unternehmen am meisten Sorgen um das Risiko von Zahlungsausfällen.

"Angesichts der vielfältigen Herausforderungen rücken andere Themen wie zum Beispiel ESG in den Hintergrund“, so Meierschitz. „Die Unternehmen konzentrieren sich jetzt auf finanzielle Stabilität und Risikokontrolle.“ 

*n= 3.000 Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen, Großbritannien, USA

Die vollständige Studie finden Sie hier (PDF).

Über die Acredia-Gruppe

Acredia ist Österreichs führende Kreditversicherung und schützt offene Forderungen im In- und Ausland im Gesamtwert von fast 33 Milliarden Euro. Acredia ist ein Tochterunternehmen von Oesterreichische Kontrollbank AG und Allianz Trade, des Weltmarktführers bei Kreditversicherungen. 2022 betrug der Umsatz der Acredia-Gruppe insgesamt 97,6 Millionen Euro. Acredia hat sich im Rahmen des United Nations Global Compact freiwillig verpflichtet, Strategie und Geschäftstätigkeit an den universellen Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeit, Umwelt und Korruptionsbekämpfung auszurichten und Maßnahmen zu ergreifen, um gesellschaftliche Ziele voranzubringen. www.acredia.at

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